Stadtpark-Planung ist einen Schritt weiter

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Vielfältige Möglichkeiten zur Erholung und für Freizeit: Der Stadtpark soll – zumindest in Teilen – ein neues Gesicht erhalten. (Foto: Michael de Clerque)

Das Büro Scape Landschaftsarchitekten aus Düsseldorf ist mit der weiteren Planung zur „Revitalisierung Stadtpark und Fritz-Gressard-Platz“ beauftragt worden. Das hat der Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz in seiner letzten Sitzung entschieden. Dabei überzeugte besonders die klare und doch einfache Struktur der Planung.

Zuvor hatten drei Landschaftsarchitekturbüros gemeinsam mit den Bürgern im Rahmen eines dreistufigen Werkstattverfahrens Ideen und Anregungen für die zukünftige Gestaltung des Stadtparks gesammelt.

Im Anschluss an das öffentliche Verfahren tagte eine Empfehlungskommission – bestehend aus Vertretern von Stadtrat, Seniorenbeirat, Jugendparlament, Stadtmarketing, Verwaltung sowie einem externen Landschaftsarchitekten. Ihre Aufgabe war es, eine Empfehlung auszusprechen, welcher der drei Entwürfe Grundlage für die weitere Planung werden soll. Dabei galt es insbesondere auf die gestalterischen Unterschiede der Planungsansätze zu schauen.

Schwerpunkte für die Umsetzung

Die zahlreichen Ideen und Wünsche der Bürger wurden von allen drei Planungsbüros kreativ aufgegriffen. „Wir haben uns sehr über die rege Beteiligung gefreut und auch das die Büros die Wünsche so gut in ihre Planungen integriert haben,“ sagte Rita Hoff, Leiterin des Projekts Innenstadt. Da das Budget für dieses Teilprojekt des Integrierten Handlunsgkonzeptes zur Entwicklung der Innenstadt begrenzt ist, müssen in der Umsetzung Schwerpunkte gesetzt werden.

Die Mitglieder der Kommission sprachen sich nach intensiver Beratung dafür aus, das Büro Scape Landschaftsarchitekten aus Düsseldorf mit der weiteren Planung zu beauftragen.

Bei dieser Plangrundlage gefiel besonders die klare und doch einfache Struktur. Mit der Öffnung des Stadtparks zur Mittelstraße hin sowie der Inszenierung des Parkeingangs mit Stadtcharakter wurden nicht nur die in der Ausschreibung formulierten Anforderungen erfüllt, sondern auch die Wünsche der Bürger aufgegriffen.

Die neue Gestaltung des Kiosk, des Kinderspielplatzes, des Rosengartens sowie die Begrünung des Innenhofs zwischen Steinhäuser-Zentrum und Stadthalle und die freibespielbare Fläche auf der Wiese leiten sich aus Vorschlägen des Werkstattverfahrens ab – dies sind einige der Planungselemente, die dem Gremium positiv ins Auge fielen.

Die Kommission formulierte darüber hinaus Empfehlungen und Hinweise, an welchen Punkten die Planung noch einmal überarbeitet werden sollte: Die Freischneidung einer Sichtachse zur Spindler Villa und die damit einhergehende Fokussierung auf das Gebäude wurde durch die Jury kritisch bewertet.

Insbesondere unter dem Aspekt, dass sich in dieser Flucht denkmalgeschützter Baumbestand befindet. Zudem ist eine grundsätzliche Entscheidung zu treffen, ob der Brunnen am Fritz-Gressard-Platz weiterhin bestehen bleiben soll.

Stadthallenstrand in Frage gestellt

Die Realisierung eines Stadthallenstrandes wurde zudem in Frage gestellt. Es sei zu überdenken, ob auf den Strand nicht gänzlich verzichtet werden könne oder dieser an eine andere Stelle im Park zu platzieren sei.

Es wurde empfohlen, dass das Büro Scape Landschaftsarchitekten in einem Workshop mit Jugendlichen deren Belange ermitteln solle. Um die Kosten in einem überschaubaren Rahmen zu halten, spricht sich das Gremium zudem dafür aus, die Brücke über der Teichanlage nicht zu verlagern. Wichtig war es der Kommission, dass der Stadtpark bei den Verschönerungsarbeiten seinen ursprünglichen Charakter beibehält.

Der Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz würdigte das Votum der Empfehlungskommission und sprach sich einstimmig für die Beauftragung des Büros Scape Landschaftsarchitekten aus Düsseldorf aus. Dabei sind die von der Empfehlungskommission formulierten Planungsprämissen zu berücksichtigen.

Ende 2015 wird im Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz erneut über die aktualisierte Planung beraten. Die Stadtverwaltung wird ferner nach einer Prüfung der Kosten eine Empfehlung aussprechen, ob eine Umsetzung der Planung erfolgen kann oder gegebenenfalls nur Teile der Plangrundlagen umsetzbar sind.
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