Jeckes Jubiläum: Elf Jahre Itterfrüchtchen

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Mit Spaß unterwegs: Elf Jahre Itterfrüchtchen feiern Helga Scharenbruch-Luce, Beate Nolte, Barbara Schnitzler, Claudia Jurek, Gaby Küsters, Gisela Brand-Kewersun (v.l) und Elli Foerster (v.r.) (v.l.n.r.). (Foto: Michael de Clerque)

Ein kleiner Chor für alle Fälle: Seit jecken elf Jahren sorgen die Itterfrüchtchen für Schwung und Stimmung. Nicht nur zu Karneval.

Mit der närrischen Jahreszeit allerdings hat vor gut elf Jahren alles angefangen. "Nicht alle Mitglieder im Chor '84 waren karnevalsbegeistert. Also gründeten wir zusammen mit weiteren Sängerinnen die 'Itterfrüchtchen'", erzählen Gaby Küsters und Gisela Brand-Kewersun, Vorsitzende der Itterfrüchtchen, von den Anfängen des kleinen Chors.

Freche Auftritte

Schnell stand fest: Im Namen des neuen Vereins sollte sich die Verbundenheit zu Hilden widerspiegeln. Und der zweite Teil, "Früchtchen", verweist auf den Charakter des Unterchores vom Chor '84 - auch einmal frech auftreten, sich nicht alles gefallen lassen...

Elf Jahre später hat der kleine Chor längst einen festen Platz im Hildener Kulturleben. Sieben Mitglieder zählt die Gruppe, fünf davon waren von Anfang an dabei. Zum Repertoire gehören vor allem kölsche Lieder, von "Ohne Dom" der Domstürmer über bekannte Stücke der Höhner und der Bläck Fööss bis hin zu den Räubern. Und auch das Altbierlied ist mit dabei.

Karneval und Evergreens

Aber die Itter-Früchtchen können nicht nur Karneval. Evergreens wie "Mein kleiner grüner Kaktus", "Hello Mary Lou", "Lady Sunshine and Mister Moon" oder "Ich will keine Schokolade" haben die Frauen ebenfalls mit im Gepäck.

In vielen Liedern steckt übrigens jede Menge Arbeit, bis sie auf der Bühne präsentiert werden. "Oft sind die Texte aus der männlichen Perspektive verfasst", so Brand-Kewersun und Küsters. "Das passt für uns nicht." Also wird umgetextet, bevor geprobt wird. Und auch für das Playback-Material wird selbst gesorgt. Gesungen wird vor diesem Hintergrund stets live.

Die Sängerinnen verfügen über viele Jahre Erfahrung auf der Bühne. So richtiges Lampenfieber gebe es nicht mehr. Aber kurz vor den Auftritten steige die Spannung doch. Ob die Technik mitmacht? Ob die ersten Töne sitzen?

Von der Polizei eskortiert

Besonders spannend wurde es vor einigen Jahren bei einem Auftritt im Baumberger Bürgerhaus. "Wir hatten Fahrgemeinschaften gebildet. Die Frauen des ersten Autos waren schon da - aber die anderen fehlten", erinnert sich Küsters. Der Grund: Die Verkehrsführung war durch die vielen Baustellen rund um den Knotenpunkt Berghausener Straße / Baumberger Chaussee geändert worden. Die Chormitglieder hatten sich hoffnungslos verfahren. Bis sie zufällig auf eine Polizeistreife stießen. Mit Polizeibegleitung schafften sie es dann doch noch rechtzeitig zum Auftritt...

Für die Zukunft wünschen sich die Itterfrüchtchen, "dass wir die nächsten elf Jahre schaffen", sind sich Brand-Kewersun und Küsters einig. Dass es weiterhin viel Spaß bei den Proben und bei den Auftritten gibt, da sind sie sich sicher.
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