Bewegungswochen - Yoga für Kinder

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Der Yoga-Klassiker zur Konzentration: Yoga-Lehrerin Smaragda Paraskevopoulou bringt die Kinder dazu, sich selbst stärker zu fühlen. Alle Bilder: Stefan Reimet
 
Die Drei-bis Sechsjährigen machen über einen längeren Zeitraum hinweg Yogaübungen, die helfen, ihre Ängste zu verlieren und sich selbst stärker zu spüren. Alle Bilder: Stefan Reimet

Aktionswochen der Kita Dürerstraße

Entspannung, Sport und Selbstbehauptung stehen derzeit auf dem Tagesplan der Kita Dürerstraße in Unna. Mit einem bunten Strauß an Angeboten rüsten sich die 65 Kinder jetzt schon für den Frühling und lernen ganz nebenbei auch Sportvereine aus ihrer Umgebung kennen.

Als „Bewegungskindergarten mit Pluspunkt Ernährung“, so Kita-Leiterin Petra Sippel, geht die Einrichtung erstmals neue Wege. Zwar gibt Kooperationen mit dem Ev. Krankenhaus in Teilgebieten, diesmal waren die Eltern aber zudem bereit, die Kosten für die Zusatzangebote zu übernehmen. Hinzu kommt, dass die Sportvereine neue Mitglieder suchen und daher verstärkt den Weg über Erziehungs- und Bildungseinrichtungen gehen. „Denn dass die Eltern zur Sporthalle kommen ist schwierig“, hat Petra Sippel erfahren.

Großes Interesse weckte etwa der Kurs „Mut tut gut“. Ein Selbstbeauptungstraining für Vorschulkinder, das sie stärkt, auch mal Nein zu sagen. Und neben dem Ablehnen fragwürdiger Offerten sich auch rasch Hilfe an anderer Stelle zu suchen. „Damit möchten wir Opferkinder vermeiden.“ Eines der ersten Lernelemente ist es, laut und deutlich sprechen. Sechs Mal nehmen die Kinder an dem Selbstbehauptungskurs unter der Leitung einer erfahrenen Pädagogin teil.

Yoga für Kinder


"Die Kinder sind ausgeglichener, wenn sie in die Gruppen zurückkommen", ist Erzieherin Birgit Schmulbach derzeit erstaunt. Das hat einen Grund. Yoga für Kinder ist ein neues Angebot in der Kita. Die Drei-bis Sechsjährigen machen über einen längeren Zeitraum hinweg Yogaübungen, die helfen, ihre Ängstre zu verlieren und sich selbst stärker zu spüren. "Daran mangelt es", meint Yogalehrerin Smaragda Paraskevopoulou. Sie ist auch für das Ev. Krankenhaus tätig. Bewegungsmangel durch Videospiele und TV verursache hyperaktive Kinder. Das Gespür für den eigenen Körper sei häufig nur gering ausgeprägt. Yoga lenke die Aufmerksamkeit nach innen. Dabei wechselt sie öfter zwischen Anspannung und Entspannung. Ruhige Kinder werden selbstbewusster, nervöse dabei ausgeglichener. Auch Konzentration und Haltung werden verbessert.
Eine Handball-AG, durchgeführt von der Handball-Abteilung der SG-Massen, ergänzt das Angebot. Dafür steht der Kita eine eigene Turnhalle zur Verfügung. Auch hier spielt das Interesse am Vereinssport eine Rolle.

„Teils ist es mühsam, die Eltern zur Teilnahme ihrer Kinder in einem Verein zu bewegen“, hat Petra Sippel erfahren. Als Minimum hält sie das Schwimmenlernen für unerlässlich, was auch die meisten Eltern so sehen. Einige Kinder sind noch im Fußballverein – das war es dann auch schon.

Das Problem ist hier, dass die Kinder aufgrund der Berufstätigkeit der Eltern oder anderen Gründen auch nachmittags lange im Kindergarten bleiben – bleiben müssen. Dafür hat die Kita Dürerstraße von 6 bis 16.45 Uhr geöffnet. „Da bleibt wenig Zeit für Angebote in Sportvereinen.“ Mit Einkäufen, Ausflügen und Bewegungsangeboten steuert die Einrichtung dagegen.

Zur Zeit noch kein Thema für die neun Mitarbeiter plus Integrationskraft ist die Aufnahme von Flüchtlingskindern. Bislang wird ein Flüchtlingskind in der Kita Dürerstraße betreut, weitere Anfragen gibt es zur Zeit nicht. Wie sich die Situation entwickelt, wenn in der Gartenvorstadt leer stehende Wohnungen für Flüchtlingsfamilien genutzt werden, bleibt abzuwarten.
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