Vom Schläger zum Einser-Abi: Yigit Muk liest in JVA Iserlohn

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Vor rund 30 Gefangenen las Yigit Muk aus seinem Buch "Muksmäuschenschlau" (Foto: JVA Iserlohn)

Yigit Muk startete jetzt eine Lesereihe durch die fünf Jugendgefängnisse und eine Justizvollzuganstalt des Erwachsenenvollzugs in Nordrhein-Westfalen. Begrüßt wurde der junge Berliner in Iserlohn vom Justizminister des Landes Nordrhein-Westfalen Thomas Kutschathy und Anstaltsleiter Joachim Güttler.

Vor rund 30 Gefangenen und ebenso vielen Bediensteten las Yigit Muk aus seinem Buch „Muksmäuschenschlau“ und berichtete von seinem Leben in Berlin-Neukölln. Gespannt verfolgten die Zuhörer seine Erzählungen aus der Schulzeit, als Mitglied einer der bekanntesten Straßengangs Berlins. Als berüchtigter Schläger schafft Yigit gerade so seinen Hauptschulabschluss mit einem Notendurchschnitt von 4,9.

Jeder kann es schaffen

Mehrere eindrückliche Erlebnisse lassen ihn feste Ziele im Leben finden und so schließt er seine schulische Karriere 2012 mit dem besten Abitur Deutschlands ab.
Die sich anschließende Diskussion gab den teilnehmenden Gefangenen die Möglichkeit, noch mehr Eindrücke zu sammeln. Rege nutzten sie die Chance, Yigit Muk nach Einzelheiten zu fragen, sich mit ihm auszutauschen oder Parallelen zu ihrem eigenen Leben zu ziehen. Es hätte sicher noch einige Zeit mehr gebraucht, alle Fragen zu beantworten.
Eine Botschaft ist wohl besonders transportiert worden: Jeder kann es schaffen. Man muss sich nur etwas vornehmen und sich selbst zutrauen. Yigit Muk mit dem Leiter der JVA Drüpplingsen, Joachim Güttler (l.), und NRW-Justizminister Thomas Kutschaty.
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