Hilfsbereitschaft der Iserlohner Bürger für die Flüchtlinge ist überwältigend

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Die Iserlohner Bürger stehen hinter den 150 Flüchtlingen in der Iserlohner Almelohalle und wollen großteils auch ehrenamtlich mithelfen, die schwierige Situation zu meistern.

Das war auch der Eindruck bei der Bürger-Informationsveranstaltung am Donnerstagabend im Foyer des Rathauses. Rund 100 Iserlohner hatten Fragen oder einfach das Bedürfnis, sich bei den vielen Menschen zu bedanken, die seit einer Woche im ständigen Einsatz sind, um sich um die Flüchtlinge zu kümmern.
Immer wieder kamen Fragen auf: Wie kann ich helfen? Was wird benötigt? An wen kann ich mich wenden? Im Grundsatz gilt, dass jede Hilfe willkommen ist, sie aber koordiniert werden muss. Geht es darum, Zeit zu spenden, um mit den Flüchtlingen etwas zu unternehmen oder um persönliche Kontakte zu knüpfen, dann sollte eine E-Mail mit dem genauen Anliegen an das Iserlohner Ordnungsamt verschickt werden. Kleiderspenden oder Spielzeug sollen die Bürger weiterhin bei den caritativen Einrichtungen abgeben, die eng mit der Stadt zusammenarbeiten. Momentan werden gerade besonders dringend Windeln und Damenhygieneartikel benötigt, die allerdings direkt in der Almelohalle abgegeben werden können.
Bedenken kamen von vereinzelten Besuchern im Hinblick auf den Standort auf. Anders als die Verantwortlichen sahen sie die Almelohalle, mit den zahlreichen Schulen, Kindergärten und Sportvereinen als Nutzer, nicht als Ideallösung an. Unterstützung bekommt die Stadt aber von den Eltern und den Funktionären der Vereine, die bereit sind, vorrübergehende Einschränkungen in Kauf zu nehmen. Dennoch machte auch die 1. Beigeordnete der Stadt, Katrin Brenner klar, dass es nicht leicht werden wird, gerade den Sportvereinen, im Hinblick auf ihre Saison, adäquate Lösungen anzubieten. Das Problem ist, dass mit der Almelohalle, der Albert-Schweitzer-Halle in Letmathe und der alten Hemberghalle, gleich drei große Sporthallen gleichzeitig ausfallen.
Auch bei den Verantwortlichen der Stadt geht man mittlerweile davon aus, dass sich der Aufenthalt der Flüchtlinge über die Ferien hinaus hinziehen kann. Möglich ist auch, dass weitere Flüchtlinge nachkommen. Das will Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens aber, wenn es eben nur geht, verhindern. „Die Almelohalle ist eine Notunterkunft und keine dauerhafte Flüchtlingseinrichtung. Deshalb werden wir auch alles daran setzen, dass die Halle von den Nutzern schnellstmöglich wieder genutzt werden kann. Bis dahin arbeiten wir an Lösungen.“
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