Deutscher U13-Meister 2015: ERG Iserlohn

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Finale: ERG Iserlohn - RSC Cronenberg 3:1 n. P. (0:0/1:1)


(tg) Die „Mission Gold“ war erfolgreich! Deutscher Rollhockey-Meister der U13-Altersklasse ist die ERG Iserlohn, womit erstmals ein Jugendteam aus der Waldstadt an der nationalen Spitze steht. „Wir haben verdient gewonnen! Wir hatten die besseren Chancen, haben das Spiel bestimmt und das ist jetzt der Lohn“, war Trainer Jose Aleixo sichtlich stolz auf seine Jungs, die gemeinsam mit den Junglöwen des RSC Cronenberg ein wirklich packendes Finale aufs Parkett zauberten, das nichts zu wünschen übrig ließ.



Beide Mannschaften drückten von der ersten Sekunde an kräftig aufs Gaspedal, mit langen taktischen Spielchen wollte sich niemand aufhalten. Die Halle tobte ebenfalls auf den Rängen, wo die Fanlager Bundesliga-Atmosphäre erzeugten. Und sie bekamen ein fatanstisches Finale zu sehen, das über die gesamte Spielzeit vonletztlich 29 Minuten genau sechslmal für einen Moment unterbrochen werden musste. Ansonsten gab es Hochgeschwindigkeits-Rollhockey pur.

Körperlich hatten die Cronenberger ein Plus zu verzeichnen, dass von den agilen Iserlohnern aber mit technischer Finesse wett gemacht wurde. Im Mittelpunkt dabei immer wieder die beide Torleute Fabio Silva (ERGI) und Lara Immer (RSC), die sich durch nichts aus der Ruhe bringen ließen und ohne Fehl und Tadel waren.

Die größten Iserlohner Chancen verbuchte Finn Iwanowski für sich (7./9.), der zu Beginn des zweiten Abschnitts schließlich zweimal nur den Querbalken traf (15./18.). Am Pfosten scheiterte überdies Justin Fahl, als er einen Fernschuss von Marco Aleixo noch abfälschte (11.) und kurz nach Widerbeginn vor dem leeren Tor den Ball niocht voll traf.

Auf der anderen Seite versuchte es Cronenberg immer wieder aus der Distanz, doch Fabio Silva war stets Herr der Lage. Die größte Tat vollbrachte der ERGI-Goalie, als dei Minuten vor Ablauf der regulaären Zeit Tom Dübert völlig frei vor ihm auftauchte.

Die Uhr lief immer so also weiter herunter, jeder Fehler drohte zum Desaster auswachsen zu können. Dann schalteten die Iserlohn blitzschnell, Marco Aleixo führte am eigenen Strafraum einen Frestoß schnell aus, schickte Finn Iwanwoski, der 36 Sekunden vor Schluss knallhart zum 1:0 abschloss. Wer nun aber dachte, damit wäre der Titel schon unter Dach und Fach, der musste neun Sekunden später völlig entgeistert mit ansehen, wie Tom Dübert tatsächlich zum 1:1 ausglich.

Damit ging der Final-Krimi in die Verlängerung, in der das golden Goal alles entscheiden würde. Wieder war es Finn Iwanowski, der die Iserlohner ganz dicht an den Titel brachte (25./27.), aber an Lara Immer scheiterte. Die Junglöwen hatten dagegen nichts mehr in petto und waren sich schon vor dem Penalty-Schießen im Klaren, dass der Titel futsch war. Denn in dieser Situation hatten die Iserlohner nicht nur mit Torwart Fabio Silva (der dann auch alle Schüsse abwehrte) das bessere Blatt.

Cristiano Neves donnerte die Kugel gelich zum 2:1 in die Maschen, doch wie alle folgenden RSCler, scheiterten auch Tobias Demke, Finn Iwanowski und Justin Fahl an Lara Immer. Die hatte dann aber gegen Marco Aleixos Knaller kein Mittel mehr - die 1. Nachwuchstitel der ERG Iserlohn war unter Dach und Fach.

ERG Iserlohn: Fabio Silva, Gabriel Lis; Leander Rath, Justin Fahl, Marco Aleixo, Anton Schwab, Tobias Demke, Noel Kluczinok, Cristiano Neves (1), Finn Iwanowski (1).

Halbfinale: ERG Iserlohn - RSC Darmstadt 2:1 (1:1)

Das Halbfinale gegen den RSC Darmstadt war nichts für schwache Nerven. Trotz drückndern Überelgenheit der ERGI-Kids wollte die Kugel einfach nicht ins gegnerische Tor. Alleine Finn Iwanowski, der in der 7. Minuten zum 1:0 getroffen hatte, traf sechsmal (!) das Torgestänge. Da die Hessen schon im unmittelbaren Gegenzug ihre einzige Torchance zum 1:1 genutzt hatten, drohte schließlich eine Verlängerung. Da nahm Cristiano Neves noch einmal das Herz in die Hand, zog kurz hinter der Mittellinie ab und versenkte neune (!) Sekunden vor Ablauf der Uhr den Ball zum 2:1-Siegtreffer im RSC-Tor.

Im Finale treffen die Iserlohner wieder auf die Junglöwen des RSC Cronenberg, die sich im zweiten Halbfinale mit 4:2 gegen den TuS Düsseldorf-Nord durchgesetzt haben.

ERG Iserlohn: Fabio Silva, Gabriel Lis; Leander Rath, Justin Fahl, Marco Aleixo, Anton Schwab, Tobias Demke, Noel Kluczinok, Cristiano Neves (1), Finn Iwanowski (1).
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