Ein Handicap zu viel für ERGI-Eurofighter

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European League - Gruppe C, 1. Spiel: Reus Deportiu - ERG Iserlohn 11:2 (4:1)

(ERGI) „Es war nicht unser Tag“, meinte ERGI-Vorsitzender Ralf Henke am Morgen nach dem ersten Euroliga-Spiel nur: „Das fing schon morgens an und setzte sich dann bis zum Schluss-pfiff fort.“ Am Ende stand dann eine zweistellige Niederlage, die allerdings nicht annähernd die gezeigte Leistung des deutschen Pokalsiegers und Vizemeisters widerspiegelt.“

Den ersten Nackenschlag mussten die Sauerländer beim morgendlichen Training hinnehmen, als Kai Milewski auf dem stumpfen Boden umknickte und sich dabei eine schwere Außenbandverletzung zuzog. Als wenig später Jorge Fonseca in Reus eintraf (er konnte aus beruflichen Gründen erst am Samstagmorgen anreisen), war dieser von einem grippalen Effekt stark geschwächt. Da Sebastian Glowka gar nicht erst hatte mitreisen können, blieben Marc Berenbeck somit nur noch fünf Feldspieler für die schwere Aufgabe über.

Reus erkannte die Schwächung der Gäste natürlich sofort und gab von Beginn an kräftig Gas. Damit wurden die schon arg gebeutelten ERGI-Cracks nun vollends auf dem falschen Fuß erwischt: Xavi Costa nahm zweimal Maß und es stand nach gerade einmal zweieinhalb Minuten schon 2:0. Aber die Iserlohner ließen sich davon letztlich nur wenig beeindrucken, zogen ihr ambitioniertes Konterspiel durch und wurden mit 1:2 von Carlos Nunez schnell belohnt (6.).

In der Folge sahen die 400 Zuschauer einen unterhaltsamen Schlagabtausch auf Augenhöhe, bei dem die beiden Schlussmänner Roger Molina (Reus) und Patrick Glowka (ERG) sich immer wieder gut auszeichneten. Aus einem viel versprechenden Überzahl-Konter erwuchs dann aber der nächste Nackenschlag für die ERG: Der Ball prallte unglücklich von Sergio Pereiras Schuh in Richtung eigenes Tor ab, die daraus resultierende Gegenattacke verwertete Joan Salvat zum 3:1 (20.). Kurz darauf verwandelte Xavi Rubio einen Penalty trocken zum 4:1-Pausenstand.

Der zweite Durchgang begann wie der erste: Mit einem Reus-Sturmlauf sowie zwei schnellen Treffern durch Jepi Selva (26.) und Albert Casanovas (30./Penalty). Eine weitere Parallele war die rasche Iserlohner Antwort, als Timon Henke den Direkten nach 10. Deportiu-Teamfoul mit Wucht zum 2:6 verwandelte (31.). Am Spielausgang gab es indes da schon keinen Zweifel mehr. Dem sauerländischen Mini-Aufgebot schwanden mehr und mehr die Kräfte, was die athletischen Katalanen eiskalt ausnutzten. Mit schnellem Pass-Spiel rissen sie immer wieder große Lücken auf und schraubten letztlich das Resultat durch Tore von Xavi Costa (2), Jepi Selva, Marc Ollé und Tito Marsal in zweistellige Höhe.

Reus Deportiu: R. Molina, A. Catala; A. Casanovas (1), X. Costa (4), J. Selva (2), J. Adroher, M. Ollé (1), X. Rubio (1), J. Salvat (1), T. Marsal (1). - ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; C. Nunez (1), A. Costa, C. Hegener, J. Fonseca, S. Pereira, T. Henke (1). - Schiedsrichter: R. Eggimann / J. Schneider (Schweiz).

Torfolge: 1:0 (1.) X. Costa, 2:0 (3.) X. Costa, 2:1 (6.) C. Nunez, 3:1 (20.) J. Salvat, 4:1 (21./Penalty) X, Rubio, 5:1 (26.) J. Selva, 6:1 (30./Penalty) A. Casanovas, 6:2 (31./Direkter) T. Henke, 7:2 (33.) J. Selva, 8:2 (35./Überzahl) X. Costa, 9:2 (35.) X. Costa, 10:2 (46.) M. Ollé, 11:2 (50.) T. Marsal. - Zeitstrafen: Reus 0 min – Iserlohn 2 min (T. Henke/35.) - Teamfouls: Reus 12 - Iserlohn 11.
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