In Darmstadt 3:3 im Endspurt erkämpft

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1. Bundesliga, 17. Spiel: RSC Darmstadt - ERG Iserlohn 3:3 (2:0)


(tg) Die Niederlage gegen Düsseldorf hatte einige Spuren in den Köpfen der ERGI-Recken hinter-lassen, die in Darmstadt eine lange Anlaufzeit brauchten, um auf Betriebstemperatur zu kommen. „Die erste Hälfte war nichts“, nahm ERGI-Trainer Dirk Iwanowski deshalb auch zunächst kein Blatt vor den Mund, um dann jedoch umso betonter nachzuschieben: „Nach dem Seitenwechsel war es unser Spiel und wir haben uns mit gerade einmal fünf Feldspielern den Punkt redlich verdient.“ Mit dem war er dann auch hochzufrieden, zumal er wusste: „Es gibt ab jetzt keine leichten Spiele mehr, jetzt geht es um den Titel, und da reden mehr als nur zwei Mannschaften ein Wort mit.“


Die Umstände - lange Anreise, kleiner Kader, Erfolgsdruck nach der Niederlage gegen Düsseldorf - taten den Iserlohnern nicht gut, die erste Hälfte im hessischen Landesleistungszentrum war nicht der Rede wert. Einzig Schlussmann Patrick Glowka zeigte Normalform und hielt seine Mannen mit etlichen Paraden gegen die selbstbewussten Mainkrokodile im Spiel. Einzig bei einem Penalty von Max Hack hatte er das Nachsehen (14.).

Dass es nicht beim knappen 0:1 zur Pause blieb, war dann einem Geistesblitz des RSC-Torjägers zu verdanken, der drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff schlitzohrig zum 2:0 abschloss. Für die Iserlohner war aber selbst dies noch schmeichelhaft, denn die Hausherren waren ganz klar am Drücker.

Diese Situation kannten die Sauerländer indes schon aus dem Hinspiel, in dem sie auch zum Seitenwechsel im Hintertreffen lagen - 2:4 hieß es im Dezember. Folglich waren sich die Iserlohner sicher, auch in Darmstadt noch längst nicht auf dem Abstellgleis gelandet zu sein. Und der Rückstand bewirkte Wunder. Nun war der unbedingte Druck, gewinnen zu müssen, weg und die ERGI spielte befreit auf. So entwickelte sich nach dem Wiederbeginn ein flotter Schlagabtausch, wobei nun die Gäste die besseren Szenen für sich verbuchten. Doch auch Philip Leyer hatte einen guten Tag und ließ lange Zeit kein Tor zu.

Zehn Minuten vor dem Ende indes knackte Sergio Pereira die Barriere und leitete mit seinem 1:2 eine überaus turbulente Schlussphase ein. Sechs Minuten später stellte Max Hack den alten Abstand zwar wieder her, doch der hielt nur Sekunden, denn umgehend nach Wiederanpfiff schob Jorge Fonseca schon zum 2:3 ein. Nun waren die Iserlohner so richtig in Schwung, das 3:3 durch Kai Milewski folglich die logische, wenn auch etwas glückliche Konsequenz (48.).

RSC Darmstadt: P. Leyer, N. Schröter; F. Bender, M. Barreto, J. Falco Moya, P. Wagner, J. Gonzalez, M. Hack (3), J. Rohmert, M. Becker. - ERG Iserlohn: P. Glowka, R. Kaas; A. Costa, K. Milewski (1), J. Fonseca (1), S. Pereira (1), T. Henke. - Schiedsrichter: T. Ullrich / B. Ullrich.

Torfolge: 1:0 (14./Penalty) M. Hack, 2:0 (22.) M. Hack, 2:1 (40.) S. Pereira, 3:1 (46.) M. Hack, 3:2 (46.) J. Fonseca, 3:3 (48.) K. Milewski. - Zeitstrafen: Darmstadt 0 min - Iserlohn 0 min. - Teamfouls: Darmstadt 7 - Iserlohn 4.

Die übrigen Spielergebnisse:
SCB Calenberg - SKG Herringen 7:8 (1:5)
HSV Krefeld - RESG Walsum 5:7 (2:5)
RSC Cronenberg - Valkenswaardse RC 5:0 (2:0)
IGR Remscheid - TuS Düsseldorf-Nord 2:8 (0:3)
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