Nach Anlaufschwierigkeiten im Höchsttempo zu Erfolg

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1. Bundesliga, 17. Spiel: ERG Iserlohn - RSC Cronenberg 8:2 (5:2)


(tg) „Ich bin zufrieden“, gab ERGI-Trainer Jens Behrendt mit heißerer Stimme kurz und knapp zu Protokoll: „Wir hätten zwar das eine oder andere Tor mehr machen können, doch bei einem 8:2 will ich mich darüber nun wirklich nicht beschweren.“ Es wäre wohl auch das berühmte „zu viel des Guten“ gewesen, denn auch so hatte der deutsche Meister seine Vormachtstellung eindrucksvoll unterstrichen.


Der Start allerdings war etwas holprig und von einigen kleinen Fehlern bei den Iserlohnern geprägt, was Jordi Molet zu einem Traumstart für den RSC verhalf, als er in der zweiten Minute nach verpatztem Bauerntrick energisch nachsetzte und den Ball doch noch über die Linie stocherte. Iserlohn ließe sich dadurch aber nur kurz beirren, verpasste aber nach blauer Karte gegen Aaron Börkei den Ausgleich durch Sergio Pereira und hatte dann durchaus Glück, nicht noch einen weiteren Treffer kassiert zu haben.

Als Andre Costa mit einem schönen Solo jedoch das 1:1 gelang (9.), lief der ERGI-Express bereits auf Höchsttempo - wenn auch immer noch nicht ganz fehlerfrei. Patrick Glowka war allerdings der gewohnt sichere Rückhalt, zumal sich trotz offenem Schlagabtausch langsam abzeichnete, dass die Gastgeber mehr Asse im Ärmel haben würden. Sergio Pereiras Rückhandschuss zum 2:1 war keineswegs unhaltbar (13.), per Strafstoß nach blauer Karte für Lucas Seidler erhöhte Andre Costa dann auf 3:1 (17.).

Cronenberg baute derweil zu sehr auf Routinier Jordi Molet, dessen ganze Schlitzohrigkeit beim 2:3 aufblitzte, als er einem Distanzschuss von Benjamin Nusch den richtigen Drall verpasste (17.). Doch damit hatten die Gäste auch schon ihr Pulver verschossen, die ERG-Abwehr hatte fortan alles im Griff. Dagegen mussten die RSC-Youngster kräftig Lehrgeld zahlen, ließen sie doch Nils Hilbertz zweimal zu viel Freiraum, der sich dafür mit den Toren zum 4:2 bzw. 5:2 „bedankte“.

Im zweiten Abschnitt ging es nur noch in eine Richtung, gegen die wirbelnden und immer wieder früh attackierenden Iserlohner konnte sich der RSC nur selten konstruktiv befreien. Das Gestänge des RSC-Tores verhinderte alleine ein halbes Dutzend weiterer Iserlohner Tore. Doch Carlos Nunez machte das halbe Dutzend voll (38.), kurz darauf traf Andre Costa auch bei seinem zweiten Direkten in die Maschen (40.). Den Schlusspunkt setzte schließlich Sebastian Glowka drei Minuten vor dem Ende.

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; C. Nunez (1), N. Hilbertz (2), K. Milewski, S. Glowka (1), J. Fonseca, S. Pereira (1), A. Costa (3). - RSC Cronenberg: E. Soriano, A. Modrzewski; M. Bernadowitz, J. Molet (2), J. Vester, B. Nusch, K. Hövelmann, K. Riedel, L. Seidler, Aa. Börkei. - Schiedsrichter: T. Ullrich / L. Niestroy.

Torfolge: 0:1 (2.) J. Molet, 1:1 (9.) A. Costa, 2:1 (13.) S. Pereira, 3:1 (17./Direkter) A. Costa, 3:2 (17.) J. Molet, 4:2 (22.) N. Hilbertz, 5:2 (25.) N. Hilbertz, 6:2 (38.) C. Nunez, 7:2 (40./Direkter) A. Costa, 8:2 (47.) S. Glowka. - Zeitstrafen: Iserlohn 0 min - Cronenberg 4 min (Aa. Börkei/3. – L. Seidler/17.). - Teamfouls: Iserlohn 15 – Cronenberg 12.
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