Bergkamen: Grubenwasser des Bergwerks "Haus Aden" ist PCB-belastet

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Norbert Enters, Vorsitzender des Ausschusses für Natur und Umwelt und stellvertretender Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion Unna.

"PCB darf nicht in die Lippe eingeleitet werden", erklärt Norbert Enters, Vorsitzender des Ausschusses für Natur und Umwelt im Kreis Unna. Der zulässige Grenzwert bei der Einleitung von PCB-belastetem Grubenwasser in die Lippe aus dem Bereich des ehemaligen Bergwerks Haus Aden in Bergkamen wird klar überschritten - so steht es zudem "Schwarz auf Weiß" im Landesgutachten.

"Eine Reinigung des Grubenwassers vor Einleitung ist technisch ohne Probleme möglich“, so Norbert Enters.
Unter Tage gab es für den technischen Stoff PCB in Anlagen und Maschinen
einen breiten und vielfältigen Einsatzbereich. Es gilt es toxisch und
krebserregend und ist seit 1978 in offenen Systemen verboten und reichert
sich über die Nahrungskette an. Verursacher der Verunreinigung und damit
Belastung der Lippe ist der ehemalige Betreiber des Bergwerks Haus Aden,
die RAG.
Nach bisherigem Stand würde eine einmalige Investition von 11,3 Mio. Euro
notwendig sein, um eine effektive Reinigungsanlage zu bauen, hinzu kämen
jährliche Betriebskosten von rund 800 Tausend Euro. In der gestrigen
Sitzung des Fachausschusses beantragte vor diesem Hintergrund Heinrich
Behrens für die SPD-Fraktion: Der Landrat soll Landesumweltminister
Remmel auffordern auf den Verursacher RAG einzuwirken, dass diese die
technisch mögliche Reinigung des Grubenwassers endlich umsetzt.
Der Ausschuss schloss sich dem Antrag der SPD-Fraktion mit einem Hinweis
auf die Pflichten des Verursachers an.
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