Schulpflegschaft der Gymnasien diskutiert über das neue "G9"

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Diese Woche trafen sich die Schulpflegschaftsvorsitzenden der Gymnasien des Kreises Unna zur konstituierenden Sitzung in der Mensa des Städtischen Gymnasiums Bergkamen.

Der bereits seit mehreren Jahren bestehende formlose Austausch der Schulpflegschaften der Gymnasien des Kreises Unna hat nun eine Festlegung erfahren, um die Interessen von Kindern und Eltern der Mitgliedsgymnasien gegenüber Schulträgern und Schulaufsicht in Arnsberg und Düsseldorf wirkungsvoller vertreten zu können.
Geplant sind zwei bis drei Sitzungen pro Schuljahr, diskutiert werden Problemlagen wie Unterrichtsausfall, Inklusion oder wie jetzt wieder aktualisiert G8 versus G9. Zum Vorsitzenden gewählt wurde Arno Frevert-von-Heusinger vom Anne-Frank-Gymnasium in Werne, die Stellvertreter sind Dr. Edith Kirsch vom Städtischen Gymnasium Bergkamen und Oliver Stute-Redlin vom Städtischen Gymnasium Kamen.
Auf den Weg gebracht wurde aktuell eine gemeinsame Erklärung der Kreisschulpflegschaft der Gymnasien des Kreises Unna an die Projektgruppe Inklusion des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes NRW und an die des Regierungspräsidenten Arnsberg, in der eine angemessene personelle Ausstattung des Gemeinsamen Unterrichtes von Kindern mit und ohne Behinderung gefordert wird. In ihren letzten Sitzungen hatten die Elternvertreter ausgetauscht, wie die jeweiligen Gymnasien des Kreises Unna den Inklusiven Unterricht umsetzen.
Die ergriffenen Maßnahmen hatten die Schulpflegschaftsvorsitzenden sehr beeindruckt. Sie zeigen das große Engagement der Lehrerschaft, inklusiven Unterricht, der ja gerade für die Schulform des Gymnasiums nicht unumstritten ist, sinnvoll umzusetzen, so dass Lernfortschritte der Kinder mit Behinderung erzielt, zugleich die Regelkinder entsprechend der Vorgaben für das Gymnasium gefördert werden können und zudem ein beflügelndes soziales Miteinander gepflegt werden kann. Dabei zeigt sich, dass anfänglich für den ersten Jahrgang der Inklusion die personelle Ausstattung an den Schulen noch leidlich auskömmlich ist, im Verlauf aber relativ zur Anzahl der anwesenden GL-Schüler die Versorgung kontinuierlich schlechter wird. So fordern die Elternvertreter, dass für fünf Kinder mit Behinderung rechnerisch eine volle Sonderpädagogenstelle zugeordnet wird und die Größe einer Inklusionsklasse auf maximal 25 Kinder festgelegt wird. Außerdem ist eine durchgängige Doppeltbesetzung im zieldifferenten gemeinsamen Unterricht sicher zu stellen.
Ob sich durch dieses Schreiben viel bewegen lassen wird, bleibt sicherlich abzuwarten. „Uns ist es wichtig, ein Signal zu geben.“ so die Schulpflegschaftsvorsitzende des Städt. Gymnasiums Bergkamen, Dr. Edith Kirsch.
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