Im WM-Titelkampf trifft der Kamener Weltmeister Senol Cetin auf den bulgarischen Panther Petrov

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Lokalmatador und siebenfacher Weltmeister: Senol Cetin aus Kamen mit Domizil in Bönen. (Foto: Thomas H. R. Krueger)
Kamen: Koppelteichhalle | Geboren auf den Straßen Kamens und ein gefeierter Held: Senol Cetin ist siebenfacher Weltmeister, vierfacher Europameister und war drei mal Sportler des Jahres in der Region. „Disziplin ist alles“, sagt der charismatische Kickboxer auf dem Weg zur WM-Titelverteidigung im Cruisergewicht gegen den bulgarischen Meister Aleksandar Petrov, der 24 seiner 25 Fights gewonnen hat.
Disziplin hat Cetin weit gebracht und wenn am Samstag, den 9. Mai, ab 18 Uhr die Ringglocke in der Koppelteichhalle ertönt, dann ist das für den in Bönen lebenden Kämpfer ein vertrauter Klang. Über 250 Kämpfe hat er hinter sich. Jetzt will er sich seinem 16 Jahre jüngerem Herausforderer stellen.

Große Box-Show in der Koppelteichhalle

Beim „13. Kamener Boxsport Club Pokal“ als Vorprogramm gibt es spannende Paarungen sowie die beiden Finalisten der Sat-1-Show „The Biggest Loser“ zu sehen. Einen von ihnen, Semih, hat der Trainings- und Abnehmspezialist Cetin mitbetreut und rät: „Beim Training verliert man 1200 Kalorien in der Stunde. Vor allem Kondition ist wichtig. Mein Tipp für die Kids da draußen: Mal irgendeinen Sport machen. Und ich esse Haferflocken mit Quark zum Frühstück. Man muss Gesundheit und Bewegung auch schätzen.“

"Selbst die meisten Profi-Fußballer können beim Box-Training nicht mithalten" (Cetin)

Vor dem WM-Kampf zeigt sich Cetin entspannt: „Mein Vater ist nervöser als ich. In der Ruhe liegt die Kraft“, weiß der engagierte Sportler, der morgens zur Frühschicht als Beschichtungstechniker geht und nach der Arbeit erst sich und dann den Nachwuchs im „Kamener Box-Sport-Club 85“ trainiert. Auch wenn Kickboxen beliebt ist und in TV-Sendungen präsentiert wird, so lassen sich längst keine Gagen wie beim normalen Boxen verdienen.

Mann des Volkes

Cetin geht es aber nicht ums Geld, er lebt seinen sportlichen Traum, kämpft vor bis zu 15 000 Zuschauern in Los Angeles, Zürich, Canada, Sydney, Dubai und verdient Respekt. „Die Kids auf der Straße kennen mich. Und beim Bürgermeister brauche ich keinen Termin“, schmunzelt der Profi. Die Verbundenheit mit seiner Heimat ist dem Kamener wichtig, der erst mit 19 Jahren zum Kickboxen gekommen ist. „Die Leute mögen mich einfach hier und ich sie. Ich bin einer der wenigen, der hier die Hallen voll macht. Im November 2015 will ich auch jeden Fall nochmal in Kamen boxen.“ An ein Aufhören ist für ihn noch nicht zu denken.
Im Ausblick auf den Fight am Wochenende ist sich Cetin gewiss: „Das wird ein heißer Fight. Wenn ich die Chance bekomme, dann geh ich auf K.O.“.
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