30 Jahre nach der Tschernobyl-Katastrophe

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Der Verein „Initiative -Tschernobyl-Kinder“ beschert den Opfern einige sorglose Tage in Deutschland. Fotos (2): privat

Es ist zwar schon 30 Jahre her, doch noch immer kämpfen die Menschen aus Tschernobyl und den Grenzgebieten mit den Folgen der gewaltigen Nuklear-Katastrophe von 1986. Diese ereignete sich als Folge einer Kernschmelze und Explosion im Reaktor.

Die Katastrophe von Tschernobyl gilt als eine der schlimmsten Umweltkatastrophen aller Zeiten. Noch immer leiden die Opfer an den Spätfolgen. „Die Kinder haben alle Möglichen Formen von Krebserkrankungen hinter sich. Viele haben nicht überlebt“, erklärt Ursel Caspers-Kopp von der Initiative für Tschernobyl-Opfer. Sie ermöglicht betroffenen Müttern und deren Kindern eine Art „Kuraufenthalt“ in Kamener Gastfamilien. So beschert der Verein „Initiative -Tschernobyl-Kinder“ einige sorglose Tage in Deutschland.
Jedes Jahr machen etwa 25 bis 30 Kinder (in den Anfangsjahren waren es sogar bis zu 50 Kindern) vier Wochen Urlaub in unserer Region. Sie bseuchen Freizeitparks, Schwimmbäder oder gehen klettern. Der Eintritt und alle anfallenden Kosten finanziert der Verein über Spenden und Beitragsgeldern.
Dieses Jahre wurden alle Gastkinder in den Zoo nach Münster eingeladen. Den Ausflug und die Busfahrt wurden von einem Mitglied des Lions Club Kamen bezahlt.
Doch der Verein tut noch mehr. Es werden Operationen organisiert und die Kinder können sich kostenlos bei einigen Ärzten (darunter auch Zahn und Augenärzte) untersuchen zu lassen.
"Ziel ist es, Not und Leid dort zu lindern und den Kindern hier vier Wochen ein unbeschwertes, sorgloses Leben zu ermöglichen. Leider haben wir aber zu wenig Gastfamilien", so Caspers-Kopp. "Wir chartern jedes Jahr einen Bus, der leider nur halb besetzt ist."
Gastfamilien, die bereit sind, im nächsten Jahr ein Kind aufzunehmen, melden sich bitte bei Ursel Caspers-Kopp, Tel. 0173 2627915.
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