ara: Standort Langenfeld wird neu strukturiert

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Das Foto zeigt die Firmenzentrale der ara an der Schlenkhecke.
Langenfeld (Rheinland): ara |

Der ara-Konzern wird sich am Sitz der Firmenzentrale in Langenfeld neu auf-
stellen. Das bestätigte Finanzvorstand Thomas Schmies im Gespräch mit der Journalistin Elfie Steckel. In bevorstehenden Verhandlungen mit dem Betriebsrat hoffe man, sich auf einen Sozialplan zu einigen, mit dem der Abbau von etwa 100 Stellen „in geordneten Bahnen“ vollzogen werden könne.

Rückläufige Nachfrage

Langenfeld. Rückläufige Nachfrage in einzelnen Märkten sowie ein „generell sehr anspruchsvolles Umfeld“ im Schuh-Einzelhandel zwang den Vorstand der ara Shoes AG, ein Kostensenkungs-Programm zu beschließen. „Dieses Programm sieht vor, dass – im Zuge eines noch im Detail zu verhandelnden Sozialplanes – auch am Standort der Konzern-Zentrale in Langenfeld Arbeitsplätze wegfallen. Angestrebt werden dabei die Konzentration der Produktion auf die Knowhow-intensive Fertigung von Prototypen sowie weitere punktuelle Personalreduzierungen. Die bisher noch am Standort Langenfeld verbliebene Serienfertigung von Schuhen wird in diesem Zusammenhang eingestellt werden“, heißt es wörtlich in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Ein Viertel der Mitarbeiter betroffen

Von den beschäftigten 380 Mitarbeitern in Langenfeld werden – vorbehaltlich der weiteren Gespräche mit dem Betriebsrat – voraussichtlich bis zu einem Viertel von dieser Maßnahme betroffen sein. Zum Teil werden die entsprechenden Austritte über Ruhestands- und Altersteilzeit-Regelungen sowie über das Auslaufen von befristeten Verträgen stattfinden können.

Marktverhältnissen anpassen

Ferner beabsichtige die Geschäftsleitung ein Modell zu entwickeln, das innerhalb der nächsten Monate auch das freiwillige Ausscheiden fördert, heißt es weiter in der Erklärung. Vorstandsvorsitzender Maximilian Müller dazu: „ara hat als eines der wenigen Unternehmen seiner Größenklasse überhaupt noch eine Serienfertigung von Schuhen in Deutschland vorgehalten. Im Zuge der Kosten- und Nachfrage-Entwicklung der letzten Saisons sind wir leider gezwungen, uns hier den Marktverhältnissen anzupassen. Diese Entscheidung fällt dem Vorstand außerordentlich schwer und ist erst nach ausführlichster Abwägung aller Fakten gefallen. Sie erscheint jedoch unumgänglich, um die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Unternehmens auf Dauer zu erhalten. Dabei werden wir auf eine soziale Abfederung der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter äußersten Wert legen“.
Der Vorstand der ara Shoes AG betont, dass auch in Zukunft alle wesentlichen Zentralfunktionen des Konzerns (von der Produktentwicklung bis zum Vertrieb) schwerpunktmäßig in Langenfeld verbleiben werden.

Stellenabbau unvermeidbar

Im Gespräch mit der WA-Mitarbeiterin formulierte Schmies die Lage etwas griffiger: „Wir legen Geld in jeden in Deutschland gefertigten Schuh“. Der Stellenabbau, der am Montag in einer Betriebsversammlung bekannt gegeben wurde, sei unvermeidbar. Die Absatzzahlen in der Schuhbranche sind schon lange nicht mehr so rosig wie noch vor einigen Jahren. Der stationäre Handel leidet wie in anderen Branchen auch unter dem zunehmenden Online-Handel. Dazu kommen die weltweiten Krisengebiete und beispielsweise auch der Zusammenbruch des russischen Marktes wegen der Rubel-Schwäche.
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1 Kommentar
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Siggi Becker aus Langenfeld (Rheinland) | 02.10.2015 | 06:08  
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