„Die Kinder vom Heckerhof“

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Dr. Klaus Hördemann erzählt in seinem Roman von den persönlichen Erlebnissen aus seiner Grundschulzeit.Foto: Michael de Clerque

In seinem biografischen Roman erzählt der Langenfelder Arzt Dr. Klaus Hördemann von seiner Kindheit als zehnjähriger Junge und erinnert sich an die unvergessene Zeit auf dem Gutshof in Eitdorf bei Bonn.

Dr. Klaus Hördemann veröffentlichte seine Erinnerungen in einem biografischen Roman

In Erinnerungen schwelgen – wer tut das nicht auch gern. Längst vergangene Geschichte hervorzukramen, um sich in Zeiten zurückzuversetzen, die lange vorbei sind, ist definitv ein Privileg der Älteren. Oft geschieht das dann aber nicht nur zur eigenen Freude sondern auch zur Freude derer, die ein Teil der Vergangenheit waren und um das Erlebte wissen.
Manchmal erfreut es aber auch die eigenen Kinder, die sich oft kaum vorstellen können, wie es „früher“ einmal war – im besten Fall sogar auch Freunde und ehemalige Nachbarn.

Unvergessene Zeit

„Beim Schreiben kehrten sie zurück, die Erinnerungen an eine schöne unvergessliche Zeit . . .“, so beginnt Klaus Hördemann sein Buch, das er seinen drei Kindern gewidmet hat.
Von dem befreienden Gefühl der Sommerferien, der Autofahrt nach Eitdorf, der Hofgemeinschaft, der ersten Zigarette, der Roggenernte, den Streichen und dem Hund aller Hunde – wieviel Erinnerungen wirklich in einem selbst stecken, diese Erfahrung machte Hördemann schon in der Vorbereitungspase.
Der Arzt für Gynäkologie und Geburtshilfe veröffentlichte im vergangenen September seinen biografischen Roman, der Geschichten aus seiner persönlichen Kindheit erzählt und den Leser auf eine authentisch Reise in die Vergangenheit des Autors mitnimmt. Der berichtet aus seiner Perspektive als damals zehnjähriger Junge von seinen Erlebnissen während der Grundschulzeit und den täglichen Herausforderungen, die das Landleben auf dem Gutshof bei Eitorf für ihn bereithielt. „Es ist eine Sammlung von Episoden – auf künstliche Übergänge habe ich verzichtet“, sagt Hördemann, der von 1981 bis 2009 als Chefarzt im Martinus Krankenhaus in Langenfeld Richrath tätig war.

Geschichten aufgeschrieben

Bereits 2007 hatte der heute 71-Jährige damit begonnen – auf den Spuren von damals – kleine Geschichten aufzuschreiben und alte Fotos zu sammeln. „Das lag dann jahrelang auf der Festplatte meines Rechners“, erzählt Hördemann, der sich lange nicht sicher war, wer denn seine Geschichten wohl überhaupt lesen wollte. Dass er sein Buch jetzt doch geschrieben und selbst publiziert hat, liegt nicht nur an der hartnäckigen Cousine, deren Drängeln Klaus Hördemann animierte, sondern auch an dem ermutigenden Zuspruch eines guten Freundes.

Zeitreise in die Vergangenheit

„Mein Buch ist eine Reflektion für mich und das Dorf“, sagt der ehemalige Chefarzt, der 1944 als Sohn eines Tierarztes und Enkel eines Gutspächters in Bensberg geboren wurde, über seine Zeitreise in die Vergangenheit.
Dabei ging es Klaus Hördemann nicht darum, mit seinem biografische Roman Geld zu verdienen. Während er das Erlebte zu Papier brachte, genoss er eher das gute Gefühl der alten Geschichten, die er dabei komplett wieder vor Augen hatte. „Das war intensiver, als ein Buch zu lesen“, so Hördemann.

Gefallen am Schreiben gefunden

Was seine Kinder zu den Episoden aus seiner Grundschulzeit auf dem heutigem „Gut Heckenhof“ sagt? „Meine Familie findet das super und hat das Buch mit Begeisterung gelesen“, erzählt der 71-Jährige, der jetzt sogar zu einer Autorenlesung nach Eitdorf eingeladen wurde.
Seine Pläne für die Zukunft? „ Ich mache weiter“, lautet das Vorhaben. Auch wenn der Arzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, der 2009 in den Ruhestand entlassen wurde, inzwischen wieder als leitender Oberarzt an der Solinger Lukas-Klinik praktiziert, hat er Gefallen am Schreiben gefunden.
Einen Teil seiner freien Zeit möchte Klaus Hördemann auch in Zukunft nutzen, um Geschichten aus der Vergangenheit aufzuschreiben. Und davon hat er – diesmal etwas anonymer – aus den letzten 45 Jahren seines Lebens sicherlich viele zu erzählen.
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