Die Zukunft des Einkaufens beginnt in Langenfeld

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Langenfeld soll Modellstadt für die „Zukunft des Einkaufens“ werden. Sprich: Hier sollen zahlreiche innovative Konzepte gebündelt umgesetzt werden. Auf dem Foto von links: Karin Wunderlich vom gmvteam, Citymanager Jan Christoph Zimmermann, Frank Rehme, Geschäftsführer des gmvteams, und Bürgermeister Frank Schneider.

„Die Aufenthaltsqualität in einer Innenstadt nimmt eine immer wichtigere Rolle ein. Die Langenfelder City konkurriert in der heutigen Zeit mit weiteren Freizeitangeboten“, erklärt Frank Rehme, Geschäftsführer des „gmvteams“ aus Düsseldorf. Im engen Schulterschluss mit den Einzelhändlern bei uns vor Ort und der Stadtverwaltung verwirklicht er und sein Team ein ehrgeiziges Ziel: Langenfeld soll Modellstadt für die „Zukunft des Einkaufens“ werden. Sprich: Hier sollen zahlreiche innovative Konzepte gebündelt umgesetzt werden.

Langenfeld. (sp) Das Projekt ist über mehrere Jahre angesetzt“, erklärt Bürgermeister Frank Schneider. Nachdem im November vergangen Jahres der Startschuss gefallen ist, werden jetzt die ersten drei konkreten Projektideen in Angriff genommen. Im Rahmen eines Workshops stellte das „gmvteam“ und die Stadtverwaltung rund 70 interessierten Einzelhändlern Details vor und beriet über das weitere Vorgehen. „Die Resonanz war sehr gut“, freut sich Citymanager Jan Christoph Zimmermann über das große Interesse der Händler. „In einem weiteren Schritt möchten wir auch die Kunden in der Stadt befragen und so einbinden.“
Und das sind die drei ersten Projekte:
1. Die vernetzte Innenstadt
HierBeiDir.com, der Anbieter von lokalen Onlineplattformen, die das stationäre Angebot von Geschäften einer Stadt auf einer zentralen Internetseite für die jeweilige Stadt zusammenbringt, verfolgt als Pilotprojekt, sein Onlineangebot über den Einzelhandel hinaus zu öffnen.
In Langenfeld will HierBeiDir.com eine lokale Internetplattform schaffen sowohl für Einzelhandel als auch für Dienstleister / Freiberufler / Handwerker (Gesundheit, Handwerk, Recht) und Gastronomie. Funktionen der Internetseite sollen sein: das Vorstellen und die Auffindbarkeit der Betrie­be, das Abbilden von Warenangeboten, deren Verfügbarkeit, Reservierung und Lieferung, Terminvereinbarungen für Dienstleistungen und tagesaktuelle Angebote aus der Gastronomie.
2. Stadtschlüssel
Der Innenstadtbesuch ohne ein Parkticket zu lösen, mit Münzen am Kassenautomaten zu zahlen oder die volle Parkgebühr entrichten zu müssen, dies soll das Modellprojekt „Stadtschlüssel“ erreichen. Ein Minichip, der zum Beispiel auf einem Schlüsselanhänger sitzt, schafft eine kontaktlose Nutzung vieler Angebotsbereiche der Innenstadt. Dahinter steht ein System einer aufzubauenden lokalen Datenbank in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Langenfeld, individuellen RFID-Chips, als Aufkleber oder Schlüsselanhänger bei den Bürgern und Lesegeräten in den Geschäften oder bei Dienstleistern. Der erste Schritt dieses Projektes kann das kontakt- und bargeldlose Parken sowie die teilweise Rückerstattung der Parkgebühr darstellen. „Selbstverständlich sollen von dem Bonus-System aber nicht nur Autofahrer profitieren“, betont Bürgermeister Frank Schneider. „Es ist nur eine Möglichkeit“. Da das System in weiteren Schritten auch andere Funktionen, wie auch eine Bezahlfunktion haben kann, können gesammelte „Bonuspunkte“ auch für einen Kaffee oder andere Leistungen genutzt werden.
Das System stellt in seiner Struktur aber auch die Basis für viele weitere smarte Anwendungen, Dienstleistungen oder Kundenansprachen und soll schrittweise ausgebaut werden.Auch Kunden von außerhalb sollen in Genuss des Stadtschlüssels kommen. Jan Christoph Zimmermann dazu: „Wo und in welcher Form es den Schlüssel geben wird, werden wir noch klären“, sagt der Citymanager. Bürgermeister Frank Schneider versichert aber, dass es dafür mehrere Stellen in der Stadt geben wird.
3. Digitales Schaufenster
Ein weiteres Projekt der Agentur Grey setzt sich zum Ziel das klassische Schaufenster interaktiver zu gestalten. In einem Pilotprojekt soll ein Display im Schaufenster die Möglichkeit geben, Spots und andere Bildinhalte mit dem Warenangebot des Händlers zu verbinden. Die Kunden können sich über einen QR-Code mit ihrem Smartphone mit dem System verbinden und so mit dem Display interagieren: den Film neu starten, Informationen über die dargestellten Waren, Größen, Preise, Farben abrufen oder sich mit dem Webshop des Händlers verbinden. Das System öffnet so über das Schaufenster des Händlers den Verkauf auch außerhalb der Öffnungszeiten.
„Wir möchten zeigen, dass es auch in Langenfeld viele Dinge gibt, die online bestellt und schnell geliefert werden“, unterstreicht Bürgermeister Frank Schneider. „Die Plattform zeigt auch, wie breit gefächert das Angebot bei uns ist.“ Frank Rehme erklärt zusammenfassend: „Die Händler vor Ort dürfen den Online-Handel nicht nur als Bedrohung sehen, sondern auch als sinnvolle Ergänzung für ihr eigenes Angebot.“
Wann die Projekte Wirklichkeit werden? „Spätestens zum vierten Quartal sollen sie konkret ausgearbeitet sein“, steckt Citymanager Jan Christoph Zimmermann den Zeitrahmen ab.
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