Stadtspiegel-Kolumne von Seite 1: "Urzeitmonster"

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Ich befinde mich in bester Gesellschaft. Captain Kirk, Mr. Spock und Perry Rhodan haben's gemacht. Und Michael J. Fox als Marty McFly:
Eine Zeitreise! Zurück in eine Welt ohne Handys, Internet und digitalen Schnickschnack. Fast wie in der Urzeit.

Dabei war's bei mir ja nicht einmal ein so großer Zeitsprung - 20 Jahre nur - und doch fand ich mich in einer ganz "anderen Welt" wieder. Denn im wirklichen Leben bemerkt man die Veränderungen ja nicht so sehr, weil sie immer nur Stückchen für Stückchen passieren.

Möglich gemacht hat diese ungewöhnliche "Reise" nicht etwa eine Zeitmaschine, sondern das Stöbern in alten Stadtspiegel-Zeitungsbänden anlässlich des 20. Geburtstags unserer Wochenendausgabe. Internet hatten wir 1998 noch nicht und somit auch keine Online-Recherchemöglichkeiten, wie Google. Die Infos bekamen wir per Post, telefonisch oder in persönlichen Interviews.
Bilder wurden nicht "einfach so" mit ein paar Klicks erstellt, sondern mühsam und mit viel Chemie per Entwickeln, Abziehen, Fixieren und Trocknen in einer Dunkelkammer.
Aber was mich bei dieser Recherche am meisten erschreckt hat: Ich bin der Einzige aus dem damals personell recht großen Stadtspiegel-Team, der bis heute übrig geblieben ist. Da fühlt man sich ... fast wie ein "Urzeitmonster".
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