„Ein unglaublicher 5. Dezember“

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Am unglaublichen 5. Dezember sind im Museum die spielenden Kinder aus dem Brueghel Gemälde dem Rahmen entsprungen. Foto: Stephan Köhlen
In der Vorweihnachtszeit präsentieren die Blinklichter wieder ein neues Theaterstück mit Musik. Das spielt in den Niederlanden und feierte am letzten Mittwoch in der Stadthalle seine Premiere.

Gibt es den Nikolaus oder gibt es ihn nicht? Auch in den Niederlanden – hier feiert man das Kinderfest bereits am Abend des 5. Dezember – macht man sich darüber Gedanken, ob die vielen Leckereien zu Nikolaus wirklich von Sinterklaas und dem Zwarten Piet gebracht werden oder ob es beide am Ende gar nicht gibt.

Der Einzige, der an Sintaklaas glaubt, ist der zwölfjährige Wim. Er liebt es, sich Sachen vorzustellen, die absolut unmöglich sind und gar nicht passieren können.

Auf der Suche nach einer Antwort erlebt auch der Zuschauer, beflügelt durch Wims Phantasie und seine große Vorstellungskraft, ein kleines Abenteuer: zum Leben erweckte Gemälde im Museum, ein Kampf zwischen kindlicher Lebensfreude und Vertrauen, die gegen Habgier, Geiz, Wut & Co. antreten und die Hoffnung, dass Wünsche auch in Erfüllung gehen können – wenn man nur daran glaubt.

Wie zum Beispiel die Ankunft von Sinterklaas. Alle behaupten, Wim habe eine blühende Fantasie, aber ohne seinen Einfallsreichtum hätte dieser unglaubliche 5. Dezember niemals stattgefunden . . .

Auch bei der aktuellen Inszenierung glänzen die Blinklichter mit ihren gesanglichen und darstellerischen Fähigkeiten und begeistern nicht nur Grundschulkinder, sondern wieder einmal auch Eltern, Großeltern und Jugendliche.

Mit viel Liebe zum Detail ist das Bühnenbild gestaltet und wechselt zwischen dem Marktplatz, einer Reihe typisch holländischer Häuserfassaden nebst Fritjesbude und dem Museum. Hier fallen die „Dulle Griet“, „Schlaraffen“, das „Mädchen mit den Perlenohrgehänge“ und spielende Kinder aus den Bilderrahmen und entführen den Zuschauer in Wims Phantasiewelt.

Neben dem Team aus Theaterleuten und aktiven Mitgliedern des Fördervereins, die für die Arbeiten hinter den Kulissen zuständig sind, wurde das Kinder- und Jugendtheater auch in diesem Jahr durch den Einsatz von Eltern bei Bühnenbau, Kostümen und Maske unterstützt.

Unter der Leitung der Regisseurin und Theaterpädagogin Elisabeth Schafheutle überzeugten die 42 Blinklichter die Zuschauer bei der Premiere in der Stadthalle mit einem hinreißenden Stück. Das erzählt in der vorweihnachtlichen Adventszeit von Glaube, Mut und Zuversicht mit der Erkenntnis, dass man das Beste im Leben nur als Geschenk bekommt. So wie die beiden musikalischen Zugaben, der Blinklichter zur Premiere.

Weitere Vorstellungen sind im Schauplatz am Samstag, 6. Dezember und Sonntag, 7. Dezember, jeweils um 15 Uhr sowie Dienstag, 9. Dezember, Mittwoch, 10. Dezember, und Donnerstag, 11. Dezember um 16 Uhr zu sehen.

Karten gibt es von Montag bis Freitag von 15 bis 18.30 Uhr und am Samstag von 10 bis 13 Uhr in der Stadthalle unter Telefon 02173/794-4608 und im Bürgerbüro.

Hintergrund:
„Ein unglaublicher 5. Dezember“ spielt, in Anlehnung an das Jahr der Niederlande, bei unseren holländischen Nachbarn. Dort feiert man Nikolaus nicht am 6. Dezember, sondern bereits einen Abend vorher. Und noch etwas unterscheidet den ausländischen von dem heimischen Brauch: neben ihre Schuhe legen die Kinder in den Niederlanden auch eine Karotte und eine Schale Wasser. Das ist für den Schimmel, damit er auch etwas zu essen und zu trinken bekommt, wenn er für Sinterklaas den schweren Sack mit den vielen Geschenken schleppt. Sinterklaas? Das heißt Sankt Nikolaus auf niederländisch. Mit seinem Freund, dem Zwarte Piet, kommt er erst aus Spanien mit dem Schiff und reitet nachts über die Dächer, um die Geschenke zu verteilen.
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