Landschaftspark Rheinbogen: Neueröffneter Spielbereich bietet Spaß für alle

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Für den Test zur Eröffnung des Spielbereichs im Landschaftspark Rheinbogen haben sich Bürgermeister Daniel Zimmermann (r.), André Schade vom Bereich Bauwesen (2.v.r.) sowie die Landschaftsarchitekten Uli Moll (vorne) und Till Gottschalk (hinten) Unterstützung von zahlreichen Kinder geholt. Foto: de Clerque
 
Marlene hat mit ihrem Vater die Seilbahn getestet. Foto: de Clerque
Monheim am Rhein: Landschaftspark Rheinbogen | Die Spielflächen im Landschaftspark Rheinbogen hat Bürgermeister Daniel Zimmermann pünktlich zum Start der Sommerferien am Montag eröffnet. Das insgesamt elf Hektar große Gebiet soll inklusive Skaterbahn und Naturerlebnispfad bis zum Herbst komplett fertig sein. 2,2 Millionen Euro lässt sich die Stadt das neue Naherholungsgebiet kosten.

Tom, Paul, Emil, Ole und Finn haben mächtig Spaß. Die Jungs sitzen auf dem Karussell und drehen sich immer schneller, so dass einem vom Zuschauen schon fast schwindelig wird. „Das ist echt gut“, ist die einhellige Meinung der fünf. Das Klettergerüst haben Ole und Finn auch schon getestet und sind begeistert. Die fünf Jungen im Alter von sechs bis elf Jahren sind Teilnehmer des Sommerferienangebotes vom Abenteuerspielplatz und gehören zu einer Gruppe Kinder, die den Spielplatz im Landschaftspark Rheinbogen zur offiziellen Eröffnung am Montag testen durften.

Dort, wo bis zum Baubeginn im September des vergangenen Jahres noch eine leere Ackerfläche war, laden zwischen Sand- und Rasenflächen jetzt Riesenschaukel, Seilbahn, Klettergerüst, Matschspielplatz und Sandfabrik zum Spielen ein. Hingucker ist ein kleiner Schelmenturm mit Tunnelrutsche. Für Auflockerung und Ruhephasen sorgen Natursteinquader und Sitzbänke aus Beton, so genannte Sitzschlangen, auf die noch Holzauflagen kommen.

Ein Highlight ist der Wasserspielplatz. Dort gibt es statische und bewegliche Elemente, die, kombiniert mit Fontänen aus dem Boden, an heißen Tagen für Abkühlung sorgen. Auf Knopfdruck beginnt der Wasserspaß für etwa zwölf Minuten. „Die Geräte kommen aus Kanada und sind dort im öffentlichen Raum weit verbreitet. In Europa findet man so etwas eher in Schwimmbädern“, sagt Till Gottschalk, Landschaftsarchitekt bei „Strauchwerk“. Zusammen mit seinem Kollegen Uli Moll hat er das Gelände zwischen Rhein und Kapellenstraße geplant. Das Wasser wird allerdings erst im Laufe der nächsten Tage angeschlossen. „Nächste Woche machen wir einen ersten Probelauf“, sagt Andreas Apsel, Bereichsleiter Bauwesen. Dann werden auch die Toiletten am Gocart-Verleih Giebner zu nutzen sein.

Zum Spielbereich gehört auch ein so genannter Mehrgenerationen-Spielplatz mit Fitness-Geräten. Hecken schützen vor allzu neugierigen Blicken, damit man dort auch in Ruhe trainieren kann. Unmittelbar an den Spielbereich schließt sich eine Rasenfläche an, die für Ballspiele und als Liegewiese genutzt werden kann. Im hinteren Bereich, der Auenlandschaft, wird das Gras etwas höher stehen, so wie hinter dem Deich. Pflanzinseln sorgen außerdem für Auflockerung.

Bis zum Ende der Sommerferien soll der Zugang zum Landschaftspark fertig gepflastert sein. Im Anschluss steht die Skateranlage auf dem Plan. Die soll bis Oktober fertig sein und, so verspricht Bürgermeister Daniel Zimmermann „ein echtes Highlight bieten.“ Eine Gruppe Jugendlicher hat selbst mitgeplant und beispielsweise die Hindernisse ausgesucht. Die Skaterbahn wird 1,50 Meter tief in den Boden eingelassen, um den Lärm zu reduzieren. Dort sollen außerdem ein überdachter Jugendtreff und ein Streetballbereich entstehen.

Der alte Rheinspielplatz wird nicht komplett verschwinden, sondern aufgewertet und in das neue Projekt integriert. „Wir wollen den Spielwert angleichen. Die Kletterkombi beispielsweise bleibt erhalten und die Aufenthaltsbereiche werden komplett neu gestaltet“, sagt Till Gottschalk. 2,2 Millionen Euro kostet das Gesamtprojekt. „1,5 Millionen haben wir bereits verbuddelt“, scherzt Bürgermeister Daniel Zimmermann. 650.000 davon kostet allein der Spielbereich.

Im südlichen Bereich des Landschaftsparks entsteht über 2,7 Kilometer ein Naturerlebnispfad mit insgesamt zehn Stationen. „Die ersten vier Stationen vor dem Deich sollen bis Oktober eröffnet werden“, sagt Tourismusmanagerin Maximiliane Richtzenhain. Dann können die Besucher etwas über essbare Wildkräuter, die Tierwelt im Feuchtbiotop Wildbienen und die verschiedenen Rheinverläufe erfahren.
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