Bericht: So teuer sind Grundstücke und Immobilien in Monheim, Hilden und Langenfeld

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Wolfgang Schwandke vom Vermessungs- und Katasteramtes des Kreises und Vorsitzender des Gutachterausschusses für den Kreis Mettmann stellte den aktuellen Bericht vor. (Foto: Privat)

Kein Zweifel: Wer in Monheim, Hilden oder Langenfeld eine Wohnung oder ein Haus erstehen möchte, muss dafür relativ tief in die Tasche greifen. Wie tief, das belegt der Bericht des Gutachterausschusses für Grundstückwerte im Kreis Mettmann.

Seit wenigen Tagen liegen die Zahlen für 2017 vor. Auch für das vergangene Jahr hat der Ausschuss, der als Einrichtung des Landes ein unabhängiges Gremium ist und für die Städte Langenfeld, Monheim am Rhein, Hilden, Haan, Erkrath, Mettmann, Wülfrath und Heiligenhaus zuständig ist, sogenannte Bodenrichtwerte für Wohngrundstücke, für gewerbliche Bauflächen und für Geschäftsgebiete beschlossen und einen Grundstücksmarktbericht herausgegeben.

Grundlage ist die gesetzlich vorgeschriebene Kaufpreissammlung des Gutachterausschusses. Eine Kopie jedes notariellen Kaufvertrages geht an den Ausschuss, die Daten werden anonymisiert ausgewertet.

Weniger Käufe, mehr Geldumsatz

Für 2017 - streng genommen geht der Auswertezeitraum vom 16. November bis zum 15 November des Vorjahres - wurden so 3.296 Kauffälle verzeichnet, der gesamte Geldumsatz betrug rund 1.021,5 Millionen Euro, der Flächenumsatz rund 268 Hektar. Damit ist die Zahl der Käufe gegenüber 2016 um 2 Prozent zurückgegangen, während der Geldumsatz um 19 Prozent (!) stieg. Der Flächenumsatz ging um circa 11 Prozent zurück.

Rund 32 Prozent des Geldumsatzes entfiel auf Langenfeld, gefolgt von Monheim (21 Prozent) und Hilden (12 Prozent).

Unbebaute Wohngrundstücke werden teurer

Die Preise für unbebaute Wohngrundstücke sind teilweise deutlich gestiegen, in Monheim +50 Euro/qm, in Langenfeld und Mettmann +40 Euro/qm und in Hilden und Haan +30 Euro/qm. Spitzenreiter sind Hilden (maximal circa 500 Euro/qm im Bereich Luisenstraße / Augustastraße), Haan (zwischen circa 325 und 470 Euro/qm) und Langenfeld (zwischen circa 345 und 425 Euro/qm). Die Preise in Monheim liegen zwischen 335 und 380 Euro/qm.

Die Bodenrichtwerte für Gewerbe- und Industriebauland liegen in guten Lagen in Hilden bei 115 Euro/qm, in Langenfeld bei 105 Euro/qm und in Monheim bei 100 Euro/qm. Spitzenwerte in der Mittelstraße in Hilden reichen bis 1150 Euro/qm, die Spanne für Citygrundstücke in Langenfeld reicht von 390 bsi 910 Euro/qm und in Monheim von 330 bis 550 Euro/qm.

Preise für Neubauten

Für Neubauten sahen die durchschnittlichen Preise wie folgt aus: In Langenfeld wurden circa 394.000 Euro für ein Reihenmittelhaus gezahlt, 435.000 Euro für ein Reihenendhaus und 500.000 Euro für eine Doppelhaushälfte. In Monheim waren es demnach 487.000 Euro für ein Reihenendhaus, 479.000 Euro für eine Doppelhaushälfte und 604.000 Euro für ein freistehendes Haus - teilweise liegen hier nicht immer alle Daten vor, für Hilden gibt der Ausschuss hier gar keine Angaben an.

Preise für gebrauchte Immobilien

Bei gebrauchten Immobilien wurden in Hilden durchschnittlich 293.000 Euro für ein Reihenmittelhaus fällig, 362.000 Euro für ein Reihenendhaus, 389.000 Euro für eine Doppelhaushälfte und 498.000 Euro für ein freistehendes Haus. In Langenfeld wurden für ein Reihenmittelhaus 313.000 Euro, für ein Reihenendhaus 372.000 Euro, für eine Doppelhaushälfte 350.000 Euro und für ein freistehendes Haus 388.000 Euro fällig. In Monheim wurden für ein gebrauchtes Reihenmittelhaus durchschnittlich 286.000 Euro, für ein Reihenendhaus 326.000 Euro, für eine Doppelhaushälfte 353.000 Euro und für ein freistehendes Haus 403.000 Euro fällig.

Die Preise für neue Eigentumswohnungen waren in Langenfeld mit einem Durchschnittswert von rund 3.800 Euro/qm am höchsten, gefolgt von Monheim (3.710 Euro/qm).
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