Sportstätten: Der BTSC fordert ein Gesamtkonzept für Baumberg

Der BTSC-Ehrenvorsitzende Peter Kluth, Erwin Arnold (2. Vorsitzender), Ulrike Marnette (Geschäftsführerin), Helmut Wilk (Vorsitzender) und Sportwart Karl Heinz Zollinger sind mit den aktuellen Plänen der Stadt unzufrieden. Foto: Michael de Clerque
Der Baumberger Turn- und Sportclub (BTSC) fühlt sich bei den Planungen für die neue Bezirkssportanlage (BSA) Baumberg Ost übergangen. Auf der Jahreshauptversammlung am Samstag forderte Vorsitzender Helmut Wilk ein Gesamtkonzept für Baumberg.

Sorgenfalten beim Vorstand des BTSC: Die aktuellen Planungen für die neue Bezirkssportanlage, die im Zuge der Bebauung in Baumberg Ost die derzeitige Anlage an der Bregenzer Straße ersetzen soll, gehen an den Bedürfnissen des Breitensportvereins vorbei. „Sie ist sehr stark geprägt durch Fußball und bietet keinerlei Entwicklungsmöglichkeiten“, bemängelte Vorsitzender Helmut Wilk.
Zurzeit trainieren an der Bregenzer Straße sowohl Fußballer als auch Leichtathleten. Auf dem Plan für die neue Anlage fehlt die Gymnastikwiese. Es gibt keinen Platz für Wurfdisziplinen wie Sperrwurf, Diskus oder Schlagballweitwurf und keine Abtrennung zum Fußballfeld. „Die ist aber nötig, da Fußballer und Leichtathleten auch parallel trainieren“, meinte Wilk. Beim derzeitigen Planungsstand bliebe für die Leichtathleten lediglich eine 400 Meter Bahn, was nach Ansicht des Vorstands das Aus für dieses Sportangebot in Baumberg bedeuten würde.

Weitere Sorgen bereitet dem Verein der Abriss der Geschwister-Scholl-Schule ab 2017. Da es bisher keine Alternativplanungen gibt, fürchtet der Vorstand als Konsequenz fehlende Hallenkapazitäten. „Wir brauchen für Baumberg ein Gesamtkonzept, einen Masterplan“, sagte Helmut Wilk.

Um den Bedarf zu ermitteln und die Interessen abzustimmen, will er andere Gruppen mit ins Boot holen. „Wir wollen das nicht alleine durchziehen, sondern gemeinsam mit allen einen breiten Konsens finden“, so der Vorsitzende. Als Vorbild dient die SG Langenfeld mit ihrem Bewegungszentrum.

Zeit spielt dabei für Wilk keine Rolle. Ein breiter Konsens ist ihm wichtiger als Aktionismus: „Wir haben im Moment mit der Bregenzer Straße eine funktionierende BSA mit zusätzlicher Wiese. Es besteht also kein dringender Handlungsbedarf.“

Erste Gespräche mit der SPD wurden schon geführt. Die CDU folgt diese Woche. Am 6. Mai gibt es ein Gespräch mit Bürgermeister Daniel Zimmermann und der Peto-Fraktion. Ein Termin mit der FDP ist in Planung.

Zum ersten Mal veranstaltet der BTSC in diesem Jahr ein großes Sportfest. Am 13. Juli stellt sich der Verein mit seinen Angeboten und Abteilungen vor. In und vor der Lieselott-Diem-Halle und der Geschwister-Scholl-Halle gibt es dann Vorführungen, Schnupper-Angebote und Aktionen für Kinder.

Ansonsten konnte der Vorstand auf der Versammlung eine positive Bilanz für das vergangene Jahr ziehen. Die Mitgliederzahl ist um 150 auf jetzt 1156 gestiegen. Das Kursangebot wurde mit Trendsportarten wie Rope-Skipping weiter ausgebaut. Hier sollen künftig auch Kurse für Erwachsene angeboten werden. Den Zeitgeist greift der Verein mit Kursen zur Entschleunigung und Entspannung auf, wie Yoga oder Pilates.

Neu im Angebot ist auch Indiaca, was sehr gut angenommen wird und bis ins hohe Alter gespielt werden kann. Mit dem Kurs „Rhythmik, Spiel und Entspannung für geistig Behinderte“ wurde nach der Fusion mit der Behindertensportgemeinschaft im vergangenen Jahr auch dieser Bereich durch neue Angebote weiter ausgebaut.

Außerdem standen zahlreiche Ehrungen auf der Tagesordnung. Neben vielen langjährigen Mitgliedern wurden auch Übungsleiter Adolf Knüppelberg sowie die Abteilungsleiterinnen Edelgard Kammerer und Annemarie Schulte-Kellinghaus für ihre langjährige Tätigkeit geehrt.
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