Gelungene Premiere von Metamorphosen II

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Prometheus mit Orpheus und Eurydike (Foto Julia Meya)
Das theater-RHG hatte am 11.6.2013 mit dem neuen Stück Metamorphosen II eine erfolgreiche Premiere in der Aula des Ricarda-Huch-Gymnasiums. Die Theater-AG unter der Leitung von Jürgen Otto führte damit ihr Projekt fort, Sagen von Ovid für die Bühne umzusetzen.
Nachdem der erste Teil, der bereits bei den Schultheater-Tagen 2012 am Musiktheater in Gelsenkirchen Erfolge feierte, sich mit den Göttern befasste, stand nun der Mensch im Mittelpunkt.
Anhand der bekannten Sagen von Prometheus, Orpheus, Midas oder Pygmalion wurde der Weg des Menschen von seiner Entstehung bis zu seiner eigenen Neuerschaffung aufgezeigt. Dabei verwiesen Filmeinspielungen immer wieder auf aktuelle Bezüge, wie zum Beispiel der gentechnischen Entwicklung, und verankerten den alten Sagenstoff im heute. Die Verbindung von Film und Theater-Elementen war auch das gestaltende Konzept der knapp einstündigen Inszenierung.
Prometheus (Yasin Zerria) agierte als ein zwischen Begeisterung und Resignation schwankender Schöpfer, der zusammen mit seinem Gegenpart, der unheimlich entrückten, aber auch verrückt bedrohlichen Pandora (Jülide Ayas), das Geschehen begleitete und kommentierte. So erlebte man die unglückliche Liebe des Orpheus, das Scheitern des Ikarus, die Verblendung des Narziss oder die Gier des Midas als Beispiel für das stückweise Scheitern der Menschheit, bis sie sich wie Pygmalion letztlich selbst neuerfindet und damit die Götter überflüssig macht.
Die Zuschauer der nicht ganz gefüllten Aula bedankten sich mit anhaltendem Applaus für einen gelungen Abend.
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