Vorhofflimmern - Wenn das Herz aus dem Takt gerät

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Norbert Misiak ist Experte in Herzensangelegenheiten. (Foto: Foto: PR-Foto Köhring/AK)

„Hör auf dein Herz“ ist nicht nur ein Ratschlag in Liebesdingen, sondern auch ein Tipp für die Gesundheit. Gerät das Herz aus dem Takt, kann sich dahinter eine ernsthafte Herzerkrankung verbergen, erläutert Norbert Misiak von der BARMER Mülheim.

Wenn das Herz gelegentlich mal schneller oder sprichwörtlich höher schlägt, ist das in der Regel kein Grund zur Besorgnis. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn Betroffenen dabei schwindlig oder übel wird. Auch bei Herzrasen ohne erkennbaren Anlass, sollte ein Arzt die Ursache abklären.

Weit verbreitet: Vorhofflimmern


Die häufigste Herzrhythmusstörung ist das sogenannte Vorhofflimmern. Es ist zwar meist nicht lebensbedrohlich, kann jedoch erhebliche gesundheitliche Folgen haben. Das Flimmern führt dazu, dass sich die Vorhöfe nicht mehr komplett zusammenziehen. Das Blut fließt langsamer, es können sich Blutgerinnsel bilden und ablagern. Dadurch erhöht sich das Schlaganfallrisiko. Zur Vorbeugung ist es wichtig, Vorhofflimmern frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Die Diagnose erfolgt in der Regel über ein EKG, weitere Untersuchungen können zur Klärung der Ursache nötig sein. Werden die Herzrhythmusstörungen durch eine Grunderkrankung wie Herzklappenfehler, verengte Blutgefäße oder Schilddrüsenüberfunktion ausgelöst, kann durch eine ursächliche Therapie auch die Rhythmusstörung therapiert werden. Auch ohne erkennbare Ursache stehen unterschiedliche Behandlungsmaßnahmen zur Verfügung.

Einfache Prävention


Ein gesunder Lebensstil kann viel dazu beitragen, das persönliche Risiko für Herzrhythmusstörungen zu minimieren. Dazu zählen vor allem ausgewogene Ernährung, regelmäßiger Sport und Verzicht aufs Rauchen. Übergewicht sollte reduziert, Alkohol in Maßen getrunken werden. Zeichen von Herzschwäche wie Luftnot, Angina Pectoris oder Kurzatmigkeit sollten ernst genommen und abgeklärt werden. Außerdem hilft es, den Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren und bei Diabetikern den Blutzucker gut einzustellen.
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