Wissenswertes über Holunderbeeren

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Die schwarzvioletten Beeren des Holunderstrauchs enthalten wertvolle Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Darum helfen Holunder-Erzeugnisse zum Beispiel bei Erkältung.

Holunder als Heilmittel

Holunderbeeren enthalten viel Vitamin C und Vitamin A, verschiedene Spurenelemente, wie Eisen und Zink, außerdem noch Glykoside und ätherisches Öl. Dadurch besitzt der Holunder viele positive Heilwirkungen. Bei Erkältungen wirkt Holunderbeersaft schweißtreibend und fiebersenkend. In ungesüßten Zubereitungen kann man ihn zur Verdauungsregulation und Blutreinigung einsetzen.


Holunderbeersaft

Für die Verarbeitung von Holunder sollten Sie nur die reifen, schwarzenvioletten Beeren verwenden. Den Saft können Sie selbst herstellen, indem Sie die Beeren in einen Topf füllen und pro Kilo Beeren 250 ml Wasser hinzufügen. Das Ganze muss zugedeckt 15 bis 20 Minuten kochen, bis die Beeren verschrumpeln und sich gut ausdrücken lassen. Anschließend können Sie diese Masse auspressen und durch ein feines Sieb oder Tuch seihen. Danach kommt der Zucker dazu, pro Kilogramm Beeren rechnet man mit 100 bis 200 Gramm Zucker, je nach Geschmack. Den fertigen Saft können Sie heiß mit einer Temperatur von mindestens 80 °C in saubere Flaschen füllen, die sie mit Gummideckeln verschließen. So ist der Saft geschlossen einige Monate haltbar. Sie können den Holunder- oder Fliederbeersaft verdünnt trinken oder als Basis für andere Rezepte verwenden. Natürlich können Sie auch fertig abgefüllten Saft kaufen, den es zum Beispiel in Reformhäusern oder Hofläden gibt. Sie können Holunder auch benutzen, um Erzeugnisse aus anderen Früchten farblich aufzupeppen.


Das Sammeln der Holunderbeeren

Die Beeren des Schwarzen Holunders sind im August und September erntereif. Die Sträucher sind leicht zu finden, denn der Holunder lässt sich gerne in der Nähe von Behausungen nieder. Schauen Sie doch einmal in Gärten und Parks in Ihrer Nähe, bestimmt gibt es dort auch mindestens einen Strauch! Holunder wächst bis zu elf Meter hoch und besitzt stark verästelte Zweige. Die Beeren wachsen in Dolden und sind erntereif, wenn die Früchte eine kräftige, dunkle Farbe erreicht haben. Seien Sie vorsichtig beim Ernten und Verarbeiten, denn die Farbe lässt sich nur schwer aus der Kleidung heraus waschen. Zum Ernten können Sie die ganzen Dolden mit einem Messer abschneiden. Für die Zubereitung lassen sich die Beeren mit einer Gabel einfach von den Rispen abstreifen. Holunderbeeren enthalten das schwach-giftige Sambunigrin und erzeugen daher bei Verzehr in roher Form Erbrechen, Schwindel, Durchfall, teilweise auch Sehstörungen oder Herzrhythmusstörungen. Deshalb müssen Sie Holunder vor dem Verzehr erhitzen und so diesen Inhaltsstoff unwirksam machen.


Die Magie des Holunders

Bei den Germanen galt der „Hollerstrauch“ als Lieblingsort der Göttin Holla, als deren Wohnort der Strauch galt. Die weißen Blüten im Frühling wirken wie Schnee, wenn sie herabfallen. Später entwickelte sich daraus das Märchen von Frau Holle. Im Mittelalter verehrte man den Holunderstrauch als heilig und es war üblich, den Hut zu ziehen, wenn man vorbeiging. Der Holunder galt als Abwehrmittel gegen schwarze Magie und Hexen, außerdem schützte er vor Feuer und Blitzeinschlag. Einen Holunderstrauch zu fällen brachte Unglück, denn man fürchtete, die darin lebenden Geister zu erzürnen.


Foto: Manuela Mühlenfeld
Text: http://www.essen-und-trinken.de
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14 Kommentare
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Peter Eisold aus Lünen | 11.09.2013 | 09:00  
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Manuela Mühlenfeld aus Mülheim an der Ruhr | 11.09.2013 | 09:03  
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Renate Schuparra aus Duisburg | 11.09.2013 | 10:37  
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Manuela Mühlenfeld aus Mülheim an der Ruhr | 11.09.2013 | 14:16  
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Christiane Bienemann aus Kleve | 11.09.2013 | 14:26  
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Peter van Rens aus Oberhausen | 11.09.2013 | 14:38  
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Myriam Weskamp aus Castrop-Rauxel | 11.09.2013 | 17:39  
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Helmut Zabel aus Herne | 11.09.2013 | 17:53  
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Renate Schuparra aus Duisburg | 11.09.2013 | 18:17  
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Manuela Mühlenfeld aus Mülheim an der Ruhr | 11.09.2013 | 19:25  
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Sami Kroll aus Datteln | 12.09.2013 | 14:52  
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Uwe H. Sültz aus Lünen | 12.09.2013 | 17:59  
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Uwe H. Sültz aus Lünen | 12.09.2013 | 18:16  
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Manuela Mühlenfeld aus Mülheim an der Ruhr | 12.09.2013 | 18:59  
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