Kekse, Glühwein und mehr gibt's auf dem Saarner Nikolausmarkt

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Stimmungsvoll geschmückt ist es überall entlang der Düsseldorfer Straße. (Foto: Joshua Belack)
 
Selbstgemachtes aus Holz findet man auf dem Nikolausmarkt. (Foto: Joshua Belack)

Groß und Klein, Geschäftsleute und Vereine, Saarner und Auswärtige – alle fiebern dem Saarner Nikolausmarkt entgegen. Am Mittwoch, 6. Dezember, ist es wieder so weit: ab 12 Uhr erstrahlt das Dorf entlang der Düsseldorfer Straße in festlichem Glanz.

Von Andrea Rosenthal

Seit August haben Margit Schettler, Geschäftsführerin der Werbegemeischaft Saarn (WGS), und viele Ehrenamtler für den Nikolausmarkt geplant. Vieles hat sich in den letzten 40 Jahren eingespielt, doch neue Sicherheitsauflagen stellen die Planer stets vor neue Herausforderungen. 16 Marktmeister sorgen für die Einhaltung der Vorschriften. Hingen früher die Aktiven einfach die notwendigen Halteverbotsschilder an vorhandene Pfosten oder Bäume, so musste das Unternehmen, dass diese Aufgabe seit einigen Jahren übernimmt, nun erstmals einen 40-Tonnen-Lkw einsetzen, um das benötigte Material an Ort und Stelle zu bringen.

Besucher sollen sich sicher fühlen

Der Markt beginnt auf der Düsseldorfer Straße in Höhe der Hausnummer 127. Dort wird ebenso eine Lkw-Sperre mit schwerbewaffneten Polizisten aufgebaut wie am anderen Marktende in Höhe von Petoschus Atelier. Streifen von Polizei und Ordnungsamt sorgen auf der Strecke für Sicherheit.

„Diese Maßnahmen sollen dafür sorgen, dass die Menschen sich wohl und sicher fühlen“, erklärt Margit Schettler. Es ist nicht damit zu rechnen, dass sie eingreifen müssen. „So lange ich denken kann hat es noch nie nennenswerte Probleme auf unserem Nikolausmarkt gegeben“, ist sie stolz. Der Nikolausmarkt ist ein Ereignis für die ganze Familie. Ein Ort, an dem man sich trifft und geruhsam auf Weihnachten einstimmt.

Nikolaus besucht die Kinder

So ist die soziale Kontrolle hoch. Viele der 120 Aussteller sind in jedem Jahr dabei, unter ihnen Saarner Geschäftsleute und Vereine aus ganz Mülheim. Auch der Bezirksbürgermeister Hermann-Josef Hüßelbeck wird in klassischer Bischofstracht als Nikolaus wieder Leckereien an die Kinder verteilen.

Margit Schettler verrät: „An einigen Stellen gibt es weihnachtliche Musik und immer mehr private Höfe öffnen und bieten ein Programm.“ An den Handwerksständen können die Besucher ausgefallene Geschenke erwerben. Neben der klassischen Weihnachtsdekoration aus Holz und Papier gibt es selbstgebackene Lebkuchenhäuser und Cupcakes. Es gibt Genähtes und Gefilztes, Upcycling-Lampen, Stricksachen und vieles mehr.

Essen für jeden Geschmack

„Auch die Gymnasien sind mit ihren Abiturjahrgängen wieder vertreten“, freut sich Margit Schettler auch über junge Aussteller. Die beliebten Waffeln, mit denen 1976 alles anfing, wird es gleich an drei Stellen geben. Auch die Heißener Gymnasiasten backen für die Besucher. Neben Waffeln gibt es bei ihnen auch drei Sorten Weihnachtsplätzchen. Zwischen Omas Klassikern, veganen Plätzchen und Low Carb-Leckereien können die Marktbesucher wählen. Wer es herzhafter mag probiert die Raclette-Küche oder vom Wildgulasch der Kreisjägerschaft.

Viele Aussteller sammeln für den guten Zweck. So unterstützt seit einigen Jahren die Realschule Broich eine Schule in Costa Rica. Das Café Pottschwarz röstet eigens für den Verkauf auf dem Nikolausmarkt Kaffeebohnen aus dem südamerikanischen Land, die die Realschüler den Besuchern als warmen Trank servieren. Der Erlös ist für den Unterricht in Costa Rica bestimmt. "Da sehe ich einen Einsatz, der mich immer wieder beeindruckt", so die Geschäftsführerin der WGS.

ÖPNV nutzen

Wie in den Vorjahren bittet Margit Schettler die Besucher dringend, für die Anreise die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Die Linien 133, 134 und 752 steuern im Zehn-Minuten-Takt ab der Stadtmitte den Nikolausmarkt an. Der Stadthallenparkplatz ist für Autofahrer offen. Sollte das Wetter zum Nikolausmarkt auch in diesem Jahr mitspielen, werden 30.000 Besucher erwartet. Die Ruhrbahn will flexibel mit Einsatzbussen auf den Bedarf reagieren.
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