Raus aus dem virtuellen Rollstuhl

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Logo der AG 60 plus Oberhausen, Arbeitsgemeinschaft auf Ebene der ganzen Stadt Oberhausen (Unterbezirk)
Sucht man in Bildagenturen unter Stichwörtern wie „Senioren“, „Rente“ und „Lebensabend“, tauchen Szenerien zuhauf auf wie: Ein älteres Paar von hinten aufgenommen, wie es dem Sonnenuntergang zugewandt auf einer Bank sitzt. So ein Bild signalisiert doch: „Fertig machen zum Sterben’“. Diesem Bild will der neu gewählte Vorstand der AG 60 plus des SPD-Unterbezirkes Oberhausen entgegenwirken. Alter wird mit Behinderung in Verbindung gebracht. Ältere Menschen werden virtuell in den Rollstuhl gesetzt. Diese vorherrschende Meinung gilt es schleunigst zu revidieren. Ältere Menschen werden in ihren Fähigkeiten oft unterschätzt, nicht selten sogar als Ballast empfunden.

Gewählt wurde auf der Delegiertenkonferenz der AG 60 plus, am 26.1.2016, Karin Tysiak als Vorsitzende. Ihr zur Seite stehen zwei Stellvertreter und weitere 15 aktive Genossinnen und Genossen aus dem Stadtgebiet. Wer sich für die einzelnen Personen näher interessiert folge dem Link

Aktives Altern beinhalte aber auch, die virtuelle Mobilität der Älteren zu erhöhen: „Wir müssen sie stärker und auch ans Internet heranführen. Ein weiteres Muss aus der Sicht der AG60plus: mehr barrierefreie bezahlbare Wohnungen. 500 000 solcher Wohneinheiten gab 2010 deutschlandweit. „Wir brauchen aber zwei bis zehn Millionen bis 2025“. Wie viele stehen in Oberhausen derzeit zur Verfügung, wie viele sind in der Planung. Hierauf gibt bestimmt die zum Stichtag 31.12.2015 gefertigte Pflegeplanung der Kommune nach dem Gesetz zur Entwicklung und Stärkung einer Demographie festen, teilhabeorientierten Infrastruktur und zur Weiterentwicklung und Sicherung der Qualität von Wohn- und Betreuungsangeboten für ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen (GEPA NRW)“eine Auskunft geben.

Barrierefreier Wohnraum ist wichtig für einen weiteren Bereich, den Karin Tysiak als Vorsitzende und ihre AG-Kollegen ausbauen wollen: die häusliche Pflege. „Die meisten Menschen möchten nicht nur so lange wie möglich zuhause leben, sondern auch dort sterben“. In ein anonymes Heim wollten immer weniger. Deshalb gelte die Devise „ambulant vor stationär“, wie sie vom Gesetz (§ 13 SGB XI) gefordert wird.

Neben der Tagespolitik ist ein weiteres Stichwort für die zukünftige Arbeit des Gremiums die Altersarmut.

Termine für Genossinnen, Genossen und Interessierte (kostenfrei):

Donnerstag 11.Feb. 2016, 18:30 Uhr Gaststätte Neifer, Steinbrinkstr. 147, 46145 OB
"Zukunft des Ruhrgebietes" Diskussion mit MdB Arno Klare

Samstag, 23. April 2016, 10:30 Uhr, AWO Altenclub, Alemannenstr. 1, 46149 OB
"Flüchtlingspolitik in der EU" Diskussion mit dem Europaabgeordneten Jens Geier
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