KTTO/ TC 69 lässt national aufhorchen

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Am Barren nicht zu schlagen in der AK 12 - Michael Donsbach
Das Turnfest in der Metropolregion Rhein- Neckar stand vor der Tür und die Vorzeichen auf Seiten der Turner beim KTTO/ TC 69 waren nicht günstig. Vier der fünf Turner plagten noch eine Woche vor dem Start Verletzungen und manche konnten selbst nach intensiven Behandlungen nicht ganz beschwerdefrei in ihren Wettkampf gehen. Mit Tim Muscheid musste sogar am Ende aufgrund eines angebrochenen Fingers doch ein Athlet seine Teilnahme absagen.

Doch häufig können Sportler oft unter schwierigen Vorzeichen erst recht über sich hinaus wachsen.

Michael Donsbach mit Titeln bei DJM nach 25 Jahren

Schon am ersten Wochenende standen die Deutschen Jugendmeisterschaften auf dem Programm. Mit von der Partie in der AK 12 Michael Donsbach. Das zwölfjährige Talent, betreut durch Sydnee Ingendorn, musste sich am vergangenen Samstag dem Pflichtdurchgang an den olympischen Geräten stellen. Nach einer guten Vorstellung belegte er nach diesem ersten Durchgang Platz zwölf. Am Sonntag folgte dann der Kürdurchgang. Mit einem couragierten Sechskampf konnte er sich im Mehrkampf noch unter die die Top 10 schieben und belegte hier am Ende einen sehr guten Platz neun. Doch das das Ausrufezeichen setzte Donsbach vor allem an den Geräten Ringe und Barren. Mit technisch hochwertigen Übungen und sauberen Vorträgen konnte er sich vor alle anderen Turnern, die hauptsächlich aus Bundesleistungszentren kommen, setzen und sich am Ende Deutscher Jugendmeister an diesen beiden Geräten nennen. Dies schaffte zuletzt beim KTTO/ TC 69 der Mannschafstarzt Dr. Roland Weidenbach vor rund 25 Jahren.
"Michael zeigte hier an den Geräten, wo zuvor noch Hambüchen und Co. turnten einen guten Wettkampf und wurde am Ende für seine Trainingsarbeit mit meinem Vater und mir, an zwei Geräten zu recht Deutscher Meister." So das Resümee von Ingendorn junior.

Auch beim Deutschlandcup mit Medaillen

Zwei Tage später ging es für die drei übrigen Turner aus Oberhausen an die olympischen Geräte beim Deutschland- Cup. Bei diesem Wettkampf werden die nationalen Titel im Bereich Kür modifiziert vergeben, d.h. hier steht nicht die Pflicht auf dem Programm, sondern nur die Kür.
Timo Balk konnte sich in der Altersklasse 12/13 nach einem souveränen Sechskampf am Ende den Titel sichern. Keiner der übrigen Turner in dieser Klasse konnte an seine Ausgangswerte herankommen.
In der Altersklasse 14/15 ging es spannender zur Sache. In seinem ersten Jahr in dieser Klasse, Luca Padalewski. Nach einer guten Vorbereitung ging er als Vizemeister der NRW-Meisterschaften motiviert in den Vergleich mit den anderen qualifizierten Turnern aus dem gesamten Bundesgebiet.
Luca zeigte einen guten Wettkampf und konnte sich immer in Treppchennähe halten. Dann kam das Pauschenpferd. Eigentlich das stärkste Gerät des aufstrebenden Nachwuchsturners sollte sich jedoch als Problemgerät erweisen. Denn bei der Übung löste sich eine Pausche und verdrehte sich so, dass Luca gezwungen war das Gerät zu verlassen. Nachdem er seine Übung beendet hatte, hörte man nur noch einen in der Halle. Cheftrainer Siegfried Ingendorn sichtlich und akustisch entrüstet über einen solchen materiellen Fehler legte direkt nach der Übung einen Protest beim Kampfgericht ein. Dieser wurde dann auch nach dem Beenden des letzten Durchganges statt gegeben und Luca, sowie weitere zehn Starter erhielten die Chance noch einmal ihr Können an diesem Gerät zeigen zu können nachdem das Pauschenpferd repariert wurde. Von der ganzen Aufruhr unbeeindruckt zeigte Luca Padalewski keine fehlerfreie, aber eine bessere Übung als zuvor.
Sichtlich erleichtert konnte er sich am Ende die Bronzemedaille überhängten lassen.
Ebenfalls am Start in dieser Altersklasse Jan Raddatz. Mit einem fehlerfreien Wettkampf, aber noch mit etwas zu niedrigen Ausgangswerten an einigen Geräten, konnte er am Ende einen guten Platz im Mittelfeld einnehmen.

Siegfried Ingendorn zeigte sich am Ende mit dem gesamten Abschneiden seines Kunstturnteams überaus zufrieden und angriffslustig für das weitere Jahr: "Bis auf wenige Kleinigkeiten zeigten alle das, was sie können und wurden dafür belohnt. Solche Erfolge im nationalen Vergleich zeigen, dass unser Weg stimmt und jetzt geht die harte Trainingsarbeit über den Sommer weiter um im Herbst bei den internationalen Turnieren ebenfalls Erfolge feiern zu können."
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