Lauf in den Mai!

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15 Teilnehmer beim 51. Höhenmarathon
 
Claudia als gutgelaunte Empfangsdame.
 
Wolfgang ist auch ein Dauergast.
Der Mai ist gekommen und fängt gleich mit einem verlängerten Wochenende an. Das könnte ich doch wieder für einen Marathon nutzen. Wie schön, dass es dazu gleich in meiner Nähe eine Möglichkeit in Süchteln gibt.
Claudias Serienveranstaltung „Süchtelner Höhen Prof. Marathon“ feiert bereits die 51. Auflage und hat sich bei den Läufern der Umgebung fest etabliert. Aber auch Läufer aus Hamburg und Berlin haben sich bereits von der Qualität dieser schönen Veranstaltung überzeugt.
Ihre Berufung zur Honorar-Professorin war 2013 für Claudia Anlass genug mal selbst eine Marathonveranstaltung über die Süchtelner Höhen zu organisieren, und damit hatte sie dann auch gleich den Namen für den Lauf. Die Süchtelner Höhen sind ein beliebtes Naherholungsgebiet und liegen direkt vor ihrer Haustür. Schnell hatte sie eine schöne und abwechslungsreiche 6,4 km Runde gefunden. Wenn man diese sechsmal durchlaufen hatte, brauchte man nur noch eine kleine Restrunde mit Wendepunkt und schon waren die 42,195 km zusammen. Natürlich wurde die Strecke offiziell vom DLV genehmigt und erfüllt somit alle notwendigen Kriterien.
Damit sich eine solche Veranstaltung auf Dauer etabliert bedarf es schon viel Einsatz und Herzblut von Seiten der Veranstalterin. Claudia hat zum Glück hier die volle Unterstützung ihrer Familie. Ehemann Pedro und die beiden Söhne Manuel und Tiago helfen wo sie können und sind damit wesentlich am Erfolg beteiligt. Zusammen sorgen sie für die nette und entspannte Atmosphäre hier. Kein Wunder, dass es dadurch viele Wiederholungstäter immer wieder nach Süchteln zieht.
Claudia selbst überrascht auch immer mit neuen Ideen und sorgt mit „Doppeldecker“ oder sogar einem 100 km Lauf für neue Herausforderungen.
Also mache ich mich am Samstag wieder auf den bereits bestens bekannten Weg nach Süchteln. Nach 40 Minuten parke ich in unmittelbarer Nähe zur Hindenburgstraße und bin mit wenigen Schritten am Wohnhaus der Familie Cavaleiro. Die Anmeldung kann bis mittwochs per E-Mail erfolgen und die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt. Die Startgebühr beträgt 15 Euro und dafür erhält man hier neben einer üppigen Verpflegung, eine Urkunde und noch ein schönes Präsent im Ziel.
Claudia empfängt mich wie immer herzlich und gut gelaunt. Seit sie selbst eine Veranstaltung anbietet, hat sich die Zahl ihrer Marathonläufe sprunghaft erhöht. Inzwischen kann sie über 200 vorweisen.
Gunla und Dietrich sind heute auch wieder dabei, genau wie Gerd, Volkmar, Wolfgang und Peer. Dietmar hat eine interessante Statistik mitgebracht. Da sieht man genau wie viele Wiederholungstäter es hier gibt. Insgesamt starteten bei den 50 Veranstaltungen 71 Teilnehmer und absolvierten dabei 18.523 km.
Heute sind auch wieder insgesamt 15 Teilnehmer dabei.
Pünktlich um 8 Uhr versammeln wir uns an der Startlinie und nach dem obligatorischen Startfoto schickt uns Pedro auf die Strecke. Jetzt laufen wir noch alle zusammen und können uns so über die letzten Lauferlebnisse austauschen. Bis zur Volksbank Arena ist der Weg noch asphaltiert doch danach tauchen wir in den Wald ein, welcher sich jetzt im frischen Grün präsentiert. Die Temperatur ist heute mit 8 bis 14 Grad noch nicht richtig frühlingshaft, dafür ist es aber trocken und sonnig. Der Anstieg zur Irmgardiskapelle fällt jetzt zu Beginn noch leicht, aber man muss schon darauf achten wohin man tritt, denn der Weg ist ziemlich ausgewaschen. Die Runde ist mir ja bestens bekannt, bietet aber je nach Jahreszeit immer wieder neue Eindrücke. Vorbei am Wasserhebewerk und Klettergarten laufen wir kreuz und quer durch den Wald. Dank der frischen Markierungen durch Pedro gibt es keinen Moment einen Zweifel über den Verlauf der Strecke. Das Profil ist insgesamt recht wellig, so wie man es für einen Höhenmarathon erwarten kann. Hier sind eben keine Bestzeiten möglich, dafür aber ein entspanntes Laufen in naturnaher Umgebung. Parallel zur Autobahn laufen wir auf wechselnden Untergrund wieder zurück. Nach einem kurzen heftigen Aufstieg laufen wir dann Richtung Hindenburgstraße und haben damit die ersten 6,4 km geschafft. Für jede vollendete Runde wird ein Strich vermerkt und nun hat man die Wahl sich aus der umfangreichen Verpflegung zu versorgen. Alles was man sich als Läufer vorstellen kann ist vorhanden. Selbst frische Erdbeeren sind im Angebot. Da kann man schon etwas Zeit verlieren, wenn man sich nicht schnell entscheiden kann. Die Getränkebecher sind für jeden Läufer mit seinem Namen versehen. So vermeidet man natürlich auch unnötigen Müll.
Jetzt kennen alle Teilnehmer die Runde und langsam zieht sich das Feld je nach Leistungsklasse und –willen auseinander. Auf den Begegnungsabschnitten sieht man die Mitläufer immer wieder und kann die Abstände einschätzen. Hier geht es aber vorrangig nicht um Zeiten und Platzierungen sondern man genießt die Möglichkeit wieder einmal die Marathondistanz zu laufen. Claudia, Markus und Peer setzten sich langsam nach vorne ab, und ich laufe mit Volkmar und Wolfgang die nächste Runde. Wolfgang erzählt, dass er demnächst seinen 100. Marathon in Stockholm laufen will. Heute ist für ihn die Nummer 97, das müsste sich also machen lassen. Die nächste Verpflegung nutzt Volkmar um sich nach vorne abzusetzen. Trotz einer angeblichen Erkältung ist er heute schnell unterwegs. Wolfgang erzählt mir noch von seiner Arbeit in Istanbul und der damit verbundenen Reisezeit. Nach der vierten Runde lässt er sich ein wenig zurückfallen und ich will ihn schon abhaken.
Doch dann ist er plötzlich nach der 6. Runde wieder neben mir und setzt noch zu einem fulminanten Endspurt an. Jetzt brauchen wir nur noch bis zum Wendepunkt zu laufen und dann geht es direkt ins Ziel. Nach 5:28:10 erreiche ich die Ziellinie und belege damit Platz 9 bei den Männern.
Die Finisher haben es sich bereits in der Sonne bequem gemacht und bejubeln jeden Läufer. Zum heutigen Jubiläumslauf gibt es neben den obligatorischen Brühwürstchen auch Sekt und Kuchen. Aus dem Lautsprecher kommt flotte Musik, da bleibt man doch gerne länger.
Bald sind alle Teilnehmer im Ziel und Claudia kann die Siegerehrung vornehmen. Kerstin und Klaus waren heute die schnellsten Läufer. Auch Claudia und Markus waren heute wieder schnell unterwegs. Wie machen die das? Immer öfter, immer weiter und immer schneller. Wie geht denn so etwas?
Jeder Teilnehmer bekommt von Claudia seine Urkunde und zum nachgeholten Jubiläum ein langärmeliges Funktionsshirt mit dem Veranstaltungslogo geschenkt. Eine wirklich schöne Idee. Klar, dass wir schon alle auf die nächsten Termine schauen. Bis Ende Juni sind bereits weitere 10 Veranstaltungen geplant. Da kann man doch nur jedem raten „Auf nach Süchteln!“
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Ralf Schuster aus Essen-Steele | 05.05.2015 | 09:54  
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