Hänsel und Gretel: Hexen häckseln

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Cool und kampfstark: Gretel (Gemma Arteron) und ihr Bruder Hänsel (Jeremy Renner). (Foto: Paramount Pictures)
Nur eine tote Hexe ist eine gute Hexe: Hänsel und Gretel beherrschen ihr Handwerk. Wirklich sehenswert ist dieses Grimm'sche Gemetzel, ein richtiger Kinospaß.

Der Film "Hänsel und Gretel: Hexenjäger" in Digital 3D ist trashig, aber gut gemachter Trash. Merke: Kopfabschlagen gehört zu den Grundschritten, wenn man die Choreographie des Hexenhäckselns beherrschen will.

In der märchenhaft-bissigen Verfilmung des Skandinaviers Tommy Wirkloa verkörpern Jeremy Renner und Gemma Arteron das erwachsene Geschwisterpaar und ballern aus allen Rohren. Sie sind wie coole Metalrocker gekleidet, bis an die Zähne bewaffnet und benutzen (in einem Fantasy-Mittelalter, angesiedelt in Augsburg) so lustige Sachen wie Elektroschocker oder Tonträger gegen echt fiese Hexenmonster.

Zwar stimmt die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern, aber ich finde es seltsam, dass die im wirklichen Leben 15 Jahre jüngere Gemma Arteron (ein begabtes Mädel, sie war das Bond-Girl aus "Ein Quantum Trost" mit Daniel Craig und die Prinzessin in "Prince of Persia - Der Sand der Zeit" mit Jake Gyllenhaal) die gleichaltrige Schwester von Jeremy-Hänsel-Renne, er zwar knackig, aber schon 42 Jahre alt ist.

Aber Schauspieler müssen ja alles (spielen) können, und wenn es ein Schnitzel ist. Mir hat besonders Peter Stormare als fieser Amtsrichter gefallen. Der Mime adelt ja bekanntlich jeden Film.
Unbedingt reingehen!

Cineworld Recklinghausen, 88 Minuten, FSK 16. Do-Sa: 18.45/20.45/23 Uhr, So-Mi 18.45/20.45 Uhr.
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