Frauen eine Zuflucht bieten

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(Foto: Kreis RE)

In Vorbereitung auf die Feier des 25-jährigen Jubiläums besuchte Landrat Cay Süberkrüb das Frauenhaus in Recklinghausen. Leiterin Anne Meiworm führte durch die Räumlichkeiten des Hauses und berichtete über das Konzept sowie die Situation des Frauenhauses als autonome Einrichtung.



Hierbei bot sich für den Landrat auch die Möglichkeit, mit den im Haus wohnenden Frauen und Kindern, die oft aus unterschiedlichen Herkunftsländern stammen, ins Gespräch zu kommen.

Von sieben SPD-Frauen ins Leben gerufen, besteht das Recklinghäuser Frauenhaus im September bereits seit 25 Jahren. Die Sozialdemokratinnen erkannten die Notwendigkeit einer sozialen Einrichtung für Frauen und Kinder, welche aufgrund von Erfahrungen mit häuslicher Gewalt einen Zufluchtsort benötigen, der ihnen in dieser Situation Schutz und Hilfe bietet.
Da Gewalttaten solcher Art noch immer ein Thema sind, hat sich die damalige Gründung des Frauenhauses bis heute bewährt, und die dort gebotene Unterstützung wird nach wie vor von Betroffenen angenommen.

Recklinghausens einziges Frauenhaus hat Platz für die Unterbringung von zehn hilfebedürftigen Personen. Die Frauen können telefonisch oder über das Internet direkten Kontakt zur Einrichtung aufnehmen, haben aber auch die Möglichkeit, sich zunächst an die zuständigen Ämter oder Beratungsstellen zu wenden, welche sie dann an ein Haus vermitteln können.

Zurück zur Normalität finden


Im Kreis Recklinghausen gibt es noch vier weitere Frauenhäuser, in Datteln, Dorsten, Herten und Castrop. Derzeit stehen den Frauen und Kindern in der Recklinghäuser Einrichtung fünf Mitarbeiterinnen unterstützend und beratend zur Seite. Doch auch die Hilfe von Männern wird keinesfalls abgelehnt, sondern ist - im Gegensatz zu früher - gern gesehen. Den im Haus lebenden Frauen und Kindern soll vor allem die Normalität des Alltags neu vermittelt werden und zu diesem gehört die Begegnung mit Männern ebenso wie die gemeinsamen Mahlzeiten und Aktivitäten in den verschiedenen Gemeinschaftsräumen. Auf diese Weise wird unter anderem die Möglichkeit geboten, negative Erfahrungen der Vergangenheit zu verarbeiten.

Eine finanzielle Stütze für das Recklinghäuser Frauenhaus bieten zum einen die Tagessätze, deren Zahlung von Seiten des Kreissozialamtes erfolgt. Zudem ermöglichen vor allem Spendengelder die Finanzierung der sozialen Einrichtung.

Aufgenommen wird jede hilfebedürftige Frau sowie deren Kind(er), unabhängig von Nationalität, Religionszugehörigkeit und Herkunftsort. Aus Schutz- und Sicherheitsgründen wird die Adressen des Frauenhauses nicht öffentlich bekannt gegeben. Jede hilfesuchende Frau kann sich telefonisch über den Frauenhaus-Notruf unter Tel. 02361/656996 melden. E-mail: frauenhaus-re@t-online.de.
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