Helfende Hände gesucht: NABU bereitet Aufbau der Krötenzäune vor

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(Foto: NABU)

Noch wird die Natur durch die anhaltende Kälte geprägt. Doch die Mitarbeiter des Naturschutzbundes (NABU) Recklinghausen denken schon an den herannahenden Frühling und die damit verbundenen Aufgaben und Herausforderungen.

„Sobald die Temperaturen abends und in der Nacht zwischen fünf und zehn Grad Celsius liegen, wandern wieder einige tausend Frösche, Kröten und Molche zu ihren Laichgewässern“, erklärt Walter Kühler, Amphibienexperte des NABU.
Der NABU baut in dieser Zeit die Krötenzäune auf, um das Leben der Amphibien zu schützen. Die Naturschützer suchen noch helfende Hände, die den NABU tatkräftig unterstützen. „Interessierte können viel über das Leben der Frösche und Kröten lernen“, ergänzt Kühler.

Die Amphibien müssen auf dem Weg zu ihren Laichgewässern Straßen überqueren und werden so zu potentiellen Verkehrsopfern. „Die Tiere sind wechselwarm“, so Kühler „Sie brauchen Wärme, um sich bewegen zu können. Die Tiere wandern langsamer über den Asphalt und wärmen sich dabei auf“, berichtet Kühler weiter.

Deshalb stellt der NABU seit einigen Jahren an mehreren Stellen im Stadtgebiet sogenannte Krötenzäune auf, um die Tiere vor dem Verkehrstod zu retten. „Wir können zwar nicht alle Tiere retten, bauen überall dort Zäune auf, wo die meisten Tiere unterwegs sind, “ erzählt Stefan Wanske, der beim NABU für den Aufbau der Krötenzäune zuständig ist.

So konnte der NABU in den letzten Jahren rund 10000 Tiere vor dem Verkehrstod bewahren. Jährlich stellt der NABU hierzu rund 500 Meter Zaun auf. „In diesem Jahr wollen wir nochmals 200 Meter mehr stellen“, so Wanske. Die Zäune müssen aber nicht nur aufgestellt, sondern auch über gut zehn Wochen jeden Morgen und Abend betreut werden. Sowohl für den Aufbau als auch die Kontrolle sucht der NABU noch freiwillige Helfer, die sich hierfür engagieren wollen.

„Vielleicht besteht ja auch bei der einen oder anderen Schulklasse Interesse, beim Aufbau mitzuhelfen. Wir würden uns über jegliche Hilfe freuen“, wünscht sich Wanske, Auch im Rahmen eines praktischen Bio-Unterrichts bietet sich diese Aktion an. „Sobald die Tiere dann laufen, würden wir die Helfer einladen und zum Sammeln der Tiere mitnehmen“.

Interessierte sind aufgerufen, sich beim NABU zu melden. Anfragen nimmt Stefan Wanske unter der Telefonnummer 0177/7374018 gerne entgegen.
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