Gezielte Begabtenförderung an Schulen

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Der Erste Beigeordnete Georg Möllers (hinten l.), Klaus Herrmann (Leiter Kommunales Bildungsbüro, 2.v.l.) sowie Petra Breiholtz (Kommunales Bildungsbüro, vorne m.) unterzeichnen gemeinsam mit Elisabeth Nawroth (DGhK, vorne r.), Lydia Thies (FBS, vorne, l.) und Ulrike Prinz (Gesprächskreisleitung, hinten r.) die Kooperationsvereinbarung. (Foto: Stadt RE)

Hochbegabte Kinder haben oft Schwierigkeiten, sich in der Schule zurechtzufinden: Fehlende Lernmotivation, Probleme mit Lehrern und Schulversagen können die Folgen sein.

Um eine gezielte Begabungs- und Talentförderung in Kindertagesstätten, Schulen und Bildungseinrichtungen anbieten zu können, haben jetzt Vertreter der Stadt Recklinghausen, der Deutschen Gesellschaft hochbegabtes Kind e.V. (DGhK) sowie der Familienbildungsstätte Recklinghausen (FBS) eine Kooperationsvereinbarung im Handlungsfeld „Bildung und Begabung für Recklinghausen“ unterzeichnet.

„Hochbegabte Kinder sind mit ihren Schulleistungen oft zufrieden, obwohl sie wesentlich mehr leisten könnten“, sagt der Erste Beigeordnete Georg Möllers. „Eine gezielte Begabungsförderung in den Einrichtungen selbst kann den Kindern helfen. Und genau an dieser Stelle setzt unsere Kooperationsvereinbarung an. Wir schulen gemeinsam Pädagogen, unterstützen Eltern bei Schulgängen und sprechen auch mit hochbegabten Kindern selbst über Möglichkeiten der Förderung.“

Im Rahmen dieser Kooperation ist es die Aufgabe der Stadt Recklinghausen, Personal-, Sach- und Dienstleistungskosten zu übernehmen. So werden zum Beispiel Fachliteratur in der Stadtbücherei zur Verfügung gestellt, Erstberatung und auch die Lotsenfunktion von Eltern, Fachkräften und Interessierten übernommen sowie die schon etablierten Gesprächskreise für Eltern hochbegabter Kinder koordiniert. Die DGhK bietet fachliche Hilfe durch Fortbildungen, Vorträge und Beratungen von geschulten Pädagogen an. So wird die telefonische Beratung übernommen, Familien werden bei Gesprächen in der Schule und KiTa begleitet und unterstützt, es werden Fortbildungen für Lehrer, Erzieher und Gesprächskreisleiter angeboten und auch unterschiedliche Materialien wie Spielekisten, Fachliteratur oder Broschüren zur Verfügung gestellt.
Zur Aufgabe der FBS als anerkannte Einrichtung der Erwachsenenbildung gehören im Rahmen der Kooperation die Organisation und Durchführung von Bildungsangeboten für Familien mit hochbegabten Kindern und für hochbegabte Kinder selbst.

Außerdem werden vor Ort, an der Kemnastraße 23a, die monatlich stattfindenden Gesprächskreise abgehalten.„Mit der Kooperation vereinbaren wir auch, dass wir künftig weiterhin so gut zusammenarbeiten, wie das bisher der Fall war“, sagt Klaus Herrmann, Leiter des Kommunalen Bildungsbüros. „Seit Anfang 2014 führen wir gemeinsam den Gesprächskreis für Eltern hochbegabter Kinder durch. Dort werden zum Beispiel der Familienalltag mit Geschwistern, der ständige Wissensdurst, das Finden von Freunden, das Setzen von Grenzen und der praktische Umgang mit Kindergarten und Schule thematisiert. Eltern bekommen so die Gelegenheit, sich über Probleme und Herausforderungen auszutauschen.“
Weitere Informationen zum Kommunalen Bildungsbüro sind unter www.recklinghausen.de/bildung zu finden.
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