Hilfe schnell vor Ort: Neue Rettungswache in Ortloh eingeweiht

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(Foto: Stadt RE)

Die neue Rettungswache in Recklinghausen-Ortloh ist fertiggestellt. Bürgermeister Christoph Tesche hat jetzt zusammen mit Dezernentin Genia Nölle und weiteren Verwaltungsmitarbeitern die Rettungswache an der „Alte Röllinghäuser Straße 32“ eröffnet.

Den Betrieb einer dritten Rettungswache sieht der vom Kreistag beschlossene Rettungsdienst-Bedarfsplan vor. „Mit der dritten Rettungswache in Recklinghausen gewährleisten wir nun, dass Rettungswagen noch schneller vor Ort sind, um Bürgern zu helfen, als es bislang der Fall war“, sagt Bürgermeister Christoph Tesche. „Die neue Rettungswache ist vor allem deshalb notwendig, um auch in den östlichen Stadtteilen die Hilfsfrist von acht Minuten möglichst oft einhalten zu können.“
Die Hilfsfrist ist die Zeit vom Notruf bis zum Eintreffen des Rettungswagens. Die Auswertungen des Kreises haben ergeben, dass 2011 die Hilfsfrist nur in 73,57 Prozent der Fälle erfüllt worden ist. „Besonders in den Ortsteilen Essel, Suderwich, Röllinghausen und König-Ludwig ist die Hilfsfrist von acht Minuten verfehlt worden“, sagt Dezernentin Genia Nölle. „Eingehalten werden sollte sie aber in mindestens 90 Prozent aller Fälle.“

Hilfsfrist von acht Minuten überschritten


Umgebaut wurde ein Wohngebäude, das der Stadt gehört. „Mit der Fertigstellung der Rettungswache im Bereich der ‚Schmalkalder Straße‘ erfüllen wir die Anforderung des Rettungsdienst-Bedarfsplans“, sagt Axel Petersmeier, Fachbereichsleiter Bürger- und Ordnungsangelegenheiten, Feuerwehr.
Stationiert wird dort ab sofort ein Rettungswagen im 24-Stunden-Dienst. Deshalb war auch der Bau einer Fahrzeughalle erforderlich. Des Weiteren ist an dieser Wache ein Reserve-Fahrzeug des Kreises Recklinghausen untergebracht, welches im Bedarfsfall allen Feuerwehren zur Verfügung steht.

„Die Halle für den Rettungswagen ist 100 Quadratmeter groß und direkt an den Altbau angebunden“, erläutert Architekt Wolfgang Tietze, Fachbereich Gebäudewirtschaft. Bauleiter Mike Danel ergänzt: „Im Erdgeschoss des Gebäudes gibt es 95 Quadratmeter große Sanitär- und Umkleideräume für die Besatzung der Rettungswache. Im Obergeschoss sind Ruhe- und Aufenthaltsräume mit einer Teeküche sowie einem Büro vorhanden.“ Diese Räume weisen ebenfalls eine Grundfläche von 95 Quadratmeter auf. Außerdem verbindet eine Rutsch-Schachtanlage beide Geschosse miteinander.
Baubeginn der Rettungswache war Ende November 2013. Die Gesamtkosten für die dritte Rettungswache belaufen sich auf circa 467.000 Euro. Davon kosten die Fahrzeughalle etwa 265.000 Euro und der Umbau des Gebäudes circa 202.000 Euro. „Die Stadt übernimmt die Baukosten, die allerdings in den nächsten Jahren durch die Rettungsdienstgebühren refinanziert werden“, sagt Axel Petersmeier. „Sie haben zum Rettungsdienst-Bedarfsplan ihr Einvernehmen erklärt.“

Hintergrund
Kreise und kreisfreie Städte sind als Träger des Rettungsdienstes verpflichtet, die bedarfsgerechte und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung im Rettungsdienst und Krankentransport sicherzustellen. Dafür werden Bedarfspläne aufgestellt, in denen insbesondere Zahl und Standort der Rettungswachen thematisiert werden. Der Rettungsdienst-Bedarfsplan des Kreises Recklinghausen ist 2011 aktualisiert und beschlossen worden.
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