Welchen Phantastereien gibt sich der FDP-Vorsitzende Mathias Richter hin?

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Welchen Phantastereien gibt sich der FDP-Vorsitzende Mathias Richter hin?

von: Dr. Dr. Joachim Seeger, RE-Nord

Jetzt kandidiert der Stadt- und Kreisverbandsvorsitzende der FDP zum vierten Mal für den Wahlkreis 121 (Recklinghausen, Waltrop und Castrop-Rauxel) für den Bundestag. Als trinkerprobter Vorsitzender der „SG Hillen“ hat sich Richter so aufopfernd für seinen Wahlkreis engagiert, dass man ihm jede Stimme gönnen sollte. Herr Richter ist ja sehr innovativ und hat schließlich zahlreiche Ideen und Projekte ins Leben gerufen. Er ist geradezu ein „Zugpferd“ der FDP, auf das man voller Stolz blicken kann. Nach der letzten Landtagswahl in NRW kommentierte Mathias Richter die Situation inbrünstig mit den Worten, dass er der einzige Kandidat sei, der die Fahrkarte nach Berlin schon sicher in der Tasche habe. Das zeugt von gewisser Arroganz und Überheblichkeit! In einem weiteren Artikel in der RZ war zu lesen, dass Richter euphorisch von der Zukunft der FDP träumt! Viele junge Leute würden der Partei beitreten und somit der FDP eine gute Zukunft bereiten. Ich glaube, da ist eher der Wunsch der Vater des Gedankens, werter Herr Richter! Die FDP ist doch einzig und allein auf den Bundesvorsitzenden Christian Lindner fixiert – sollte der den Weg nach Berlin finden, wer könnte das Vakuum in NRW füllen? Kann die FDP dann noch so ein gutes Ergebnis einfahren, dass ein Mathias Richter ebenfalls seine Zelte in Berlin aufschlagen kann? Da bin ich mir nicht so sicher, zumal die FDP doch bei den gerade abgeschlossenen Koalitionsverhandlungen mit der CDU ständig eingeknickt ist und das Rückzugsgefecht antreten musste. Die FDP war permanent in der Defensive- da scheinen die Worte von Herrn Richter quasi zu Phantastereien zu werden. Ob 7-8% der Wählerstimmen ausreichen werden, um die Träume des Herrn Richter zu erfüllen? Ich kann dem FDP-Vorsitzenden Richter nur empfehlen, auf den Boden der Realität zurückzukehren, denn ansonsten muss er sich auf sein karnevalistisches Gebaren beschränken und kann dort allein seine zynische Haltung zum Ausdruck bringen. Ich denke, dass die hohen Sympathiewerte für die FDP einer Episode gleichen, die dauerhaft von dieser neoliberalen Gruppierung, die bereits im Jahr 1982 die Wende zur sozialen Kälte, zum Egoismus und zur Herzlosigkeit vollzogen hat, nicht aufrechterhalten werden können. Sie sollten die Fahrkarte nach Berlin noch nicht buchen, geschätzter Herr Richter!
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