Übergangsheim in Rees schon bald bezugsfertig

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Zurzeit wird an der Baustelle fleißig gearbeitet. Zwei Häuser stehen bereits, das dritte befindet sich derzeit im Aufbau. Fotos (3): Jörg Terbrüggen

Im Januar geplant, im Mai mit den Arbeiten begonnen, im September fertig. So schnell zieht die Stadt Rees momentan das neue Übergangsheim im Gewerbegebiet an der Albert Einstein Straße in Rees hoch. "Dank des Holzrahmenbaus geht das viel schneller als bei einem herkömmlichen Hausbau", erklärte Rene Schenk den schnellen Baufortschritt. Zwei Gebäude stehen bereits, das dritte befindet sich im Aufbau.

Die Kreissäge surrt fast den ganzen Tag auf der Baustelle. Überall wird gehämmert, gesägt, geklebt. Es geht zügig voran auf der Baustelle. Sehr zur Freude von Bürgermeister Christoph Gerwers. Denn auch die zweite Baustelle, die Zentrale Unterbringungseinrichtung im ehemaligen Bundeswehr-Depot in Haldern steht kurz vor der Fertigstellung."Zurzeit werden wöchentlich die Flüchtlingszahlen überprüft", so der Bürgermeister.
Normalerweise muss Rees momentan nicht mit neuen Flüchtlingen rechnen, da man aktuell bei einer einhundert prozentigen Auslastung liegt. "Daher werden wir hier bei einer Fertigstellung die Flüchtlinge aus den Containern unterbringen. Schließlich wohnen einige von ihnen dort schon seit zwei, drei Jahren." Die alten Container will die Stadt als Puffer halten, wie der Leiter des Sozialamtes, Michael Becker verriet. Familien werden in den neuen Unterkünften allerdings nicht untergebracht. Sie ist vielmehr für Alleinreisende gedacht.
Insgesamt 72 Personen finden in jedem der drei Gebäude Platz. Sechs Menschen sollen je eine Wohneinheit mit etwa 44 Quadratmetern beziehen. Ein Schlafraum, ein Aufenthaltsraum mit kleiner Küchenzeile, separater Toilette und Dusche sowie ein weiterer Schlafraum steht ihnen hier zur Verfügung. "Diese kleinen Einheiten sind sinnvoller und bergen weniger Konfliktpotenzial", bemerkte Rene Schenk. Seine Firma erhielt den Auftrag für den Bau.
Auf dem Gelände an der Albert-Einstein-Straße wurden zunächst einmal die Betonplatten in den Boden eingelassen. "Darauf kamen die Holzriegel. Anschließend haben wir die vorgefertigten Wände aus Fichten-Tannenholz eingebaut. Danach konnten die Installateure mit Gas, Wasser und Elektro mit den Installationen beginnen, ehe der Ausbau mit Gipsfaserplatten anstand. Nach den Estrichelementen kann der Linoliumboden verlegt werden", erläuterte Schenk das Prozedere. Architekt Jürgen Terlinden begutachtet das künftige Bad René Schenk (links) erläutert den Holzrahmenbau. Rechts Architekt Jürgen Terlinden.  Die Baukosten liegen bei 2,85 Millionen Euro.
 Die Bauzeit beläuft sich auf vier Monate.
 Insgesamt wird Platz für 216 Personen geschaffen.
 Für die Anlage wurde ein zusätzlicher Hausmeister bei der Stadt eingestellt.
 Zusätzlich wird noch ein Abstellgebäude für Fahrräder errichtet.
 80 schwere Holzplatten mit je 800 Kilogramm Gewicht wurden pro Haus verbaut.
 Für 6,3 Millionen Euro wurde die ZUE 2 im Depot Haldern errichtet.
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