Einsatz für Kinder

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Kürzlich machte der Schwelmer Kinderschutzbund im Rahmen der Hauptversammlung auf sein außerordentliches Engagement aufmerksam, das durch die mediale Berichterstattung endlich auch den Weg in die Öffentlichkeit fand.

Von Svenja Kruse

Schwelm. Diesen Einsatz wusste auch die Vizepräsidentin des Bundestages, Claudia Roth, zu schätzen, besuchte das Kinderhaus und nahm sich Zeit für intensive Gespräche mit den Verantwortlichen, und auch den Jugendlichen.
Mehrfach lobte die Bundespolitikerin den Einsatz der zahlreichen Ehrenamtler, die Tag für Tag Möglichkeiten und Angebote schaffen, um die Kinder und Jugendlichen – vor allem aus sozial schwächeren Familien – zu fördern und zu unterstützen. „Derzeit sind etwa 20 Menschen in der Schul- und Lernhilfe aktiv, dazu kommen noch einmal genauso viele Schülerinnen und Schüler aus der Oberstufe, die viele Jahre selbst zum Lernen gekommen waren und nun etwas zurückgeben wollen“, erklärt die Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Claudia Flesch.
Zum Empfang waren neben den Verantwortlichen des Ortsverbandes auch einige Jugendliche und junge Erwachsene gekommen, die Roth von ihren Erfahrungen, ihren Erlebnissen sowie ihrer Biografie erzählten. „Ohne die Hilfe der Schülerhilfe wäre ich heute nicht da, wo wo ich bin“, erzählt Gamze. „Hier habe ich viel Unterstützung bekommen, die Mitarbeiter hatten immer ein offenes Ohr für mich.“ Heute steckt sie in den letzten Zügen ihres Fachabiturs, gibt die eigenen Erfahrungen gerne an die nachfolgenden Generationen weiter und ist sicherlich für die eine oder den anderen ein großes Vorbild.
Auch Fatima ist auf dem besten Weg, ihr Fachabitur zu absolvieren. Die junge Frau lebt erst seit zwei Jahren in Deutschland, ist vor dem Krieg in Syrien geflüchtet, besuchte täglich die Lernhilfe des Kinderschutzbundes. Beeindruckt von den Erzählungen der Jugendlichen, den Informationen der Verantwortlichen und Organisatoren und nicht zuletzt der Entwicklung des Kinderhauses nahm sich Roth – trotz des straffen Zeitplans – viel Zeit zum Austausch, stellte Fragen und sprach allen Anwesenden ihre große Anerkennung aus. Dennoch blickte sie auch auf die Schwierigkeiten des Projektes, die fehlenden bzw. problematischen Finanzierungsoptionen, fehlenden staatlichen bzw. kommunalen Mitteln. „Auf Bundesebene kann ich leider nicht viel ausrichten, appelliere aber an die Kommune gerade einen solchen Einsatz, von dem so viele Kinder und Jugendliche so außerordentlich profitieren können, wertzuschätzen und auch finanziell zu fördern“, so Roth. Das Kinderhaus hat sich mittlerweile aber nicht nur zu einem Lernort entwickelt, sondern ist für die Heranwachsenden, für die Kinder, Schülerinnen und Schüler und auch für einige Eltern ein Ankerpunkt geworden. Claudia Haar und ihr Team heißen jeden herzlich willkommen, bieten ein offenes Haus, ein offenes Ohr können manchmal sogar helfen, Biografien umzuschreiben: „Wir geben Chancen und ermutigen, manchmal brauchen die jungen Menschen ein anderes Lernsetting als die Schule, sind im Privaten auf der Suche nach ihrer Identität, dabei können und wollen wir die Jungen und Mädchen und deren Familien begleiten, Hilfestellungen geben,“ betont Haar die Initiative des Kinderschutzbundes.
Authentisch, klar und wertschätzend präsentierte sich Claudia Roth bei ihrem Besuch im Kinderhaus, freute sich zum Abschluss ganz besonders über die Materialien, Jahresberichte, Infobroschüren des Schwelmer Ortsvereins und versicherte: „Da werde ich garantiert hinein chauen, Ihre Arbeit, Ihr Einsatz muss in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit und Würdigung finden.“
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