Torsten Reters macht Musik, schreibt und ist Experte für Kaffeehäuser

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Über Wiener Kaffeehauskultur spricht Torsten Reters oft, hier im Café Alt Wien in Dortmund-Brackel.
Schwerte: Marktplatz |

Rockmusiker, Dichter, Autor, Experte in Sachen Kaffeehaus - das alles und noch viel mehr ist Torsten Reters aus Schwerte.

Begonnen hat bei Reters alles mit der Band „Genickbruch“. 1981/82 entstand die Gruppe im Zuge der Neuen Deutschen Welle. „Die Musik war angelehnt an Abwärts und die Einstürzenden Neubauten“, beschreibt Reters. „Vom Punk haben wir uns über Art Rock und Gothic in Richtung mildere Töne weiterentwickelt.“ Den vorläufigen Schlusspunkt gab es 1993 mit „Dorian Gray“. „Ein Mitbegründer war verstorben und mein Bruder ausgestiegen“, so der gebürtige Schwerter. „Ich habe dann alleine weitergemacht und bin mit anderen Musikern aufgetreten.“ Die Auftritte wurden um Lesungen von Reters erweitert.

Aktuelle Auftritte mit Steampunk

Das Kapitel der Band ist aber noch nicht abgeschlossen: „2014 gab es wieder neue Proben in der Besetzung von 1994“, sagt Reters. Nach mehreren Auftritten wird es am 30. Mai ein Abschlusskonzert in Rattenloch in Schwerte geben. Mittlerweile ist die Gruppe bei dem Genre des Steampunk angekommen. Das literarische Genre bezieht sich auf das Viktorianische Zeitalter (1837 bis 1901), erweitert um eine größere Bedeutung der Dampfkraft (Steam engl. für Dampf). „Die Musik ist dann ein schräger Blick von Walzer über Punk bis Gothic“, so Reters. Er ist übrigens der Sänger der Band und liefert auch die meisten Ideen für Songtexte.

Aber auch literarisch hat sich Reters betätigt. So hat er mehrere Bücher verfasst. Dazu gehört das Buch „N. Achtbar – Skizzen und Reflexionen der modernen Einsamkeit“, aber auch „Meine Schmerzen im Unterleib. Therapeutische Lyrik“. In letzterem geht es um die Frage der Seele und wie man durchs Leben kommt. Sein Bestseller ist „„Wie dein Leben gelingt!“ Eine psychologische Pannenhilfe“ von 2010. „Es darum, wie man ein glückliches Leben führen kann. Dabei muss man oft eine andere Einstellung finden, wen man etwa keine Lösung für ein Problem finden kann“, erklärt er.

Reters hat sich aber auch für die Länderverständigung eingesetzt. So war er von 1998 bis 2008 Länderkreisverantwortlicher für die Slowakei in der Rheinisch-Westfälischen Auslandsgesellschaft Dortmund. Ehrenamtlich hat er Veranstaltungen mitorganisiert. So gab es unter anderem die slowakischen Kulturtage. „Die Slowakei hat auf begrenztem Terrain viel zu bieten: tolle Natur, schöne Altstädte, Hochgebirge...“ Irgendwann entwickelten sich die Treffen aber eher zu reinen Gesprächskreisen. „Das war dann nicht mehr unsere ursprüngliche Absicht, aber trotzdem eine gute Sache."

Aber auch Schwerte gefällt dem Künstler. „Ich habe immer hier gelebt“, erzählt er. „Schwerte hat den Vorteil der Überschaubarkeit, aber trotzdem schöne Cafés am Marktplatz und Freizeitmöglichkeiten wie das Elsebad oder Wandern im Ruhrtal. Ein Nachteil ist die Überalterung“, sagt er abschließend.
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