Am Wochenende Kunst entdecken - in Unna und um Unna herum

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Iris Budeus von der Stiftung Buhre, Dietmar und Frauke Nowodworski, Grimhild Marmulla und Norbert Schorsch sowie Gisela Lücke und Wolfgang Patzkowsky freuen sich auf eine abwechslungsreiche Sommertour zu „Kunstorten im Einklang mit der Natur“. (Foto: Stengl)
 
In der Galerie Buhre im Nicolaiviertel wird erstmals eine Ausstellung von Wolfgang und Markus Fräger gezeigt. (Foto: Stengl)

Unna ist eine Stadt mit einem vielfältigen kulturellen Leben. Dazu gehören nicht nur Theater- und Musikvereine, sondern auch zahlreiche bildende Künstler, die ihre Skulpturen, Gemälde oder Fotografien in ihren Ateliers oder Galerien ausstellen.

Vier Kunstorte in Unna haben sich jetzt zusammengetan und laden am 31. August und 1. September zur Sommertour unter dem Titel „Kunstorte im Einklang mit der Natur“ ein. Die Galerien und Ateliers können dabei jeweils von 11 bis 19 Uhr einzeln besucht werden oder im Rahmen einer familienfreundlichen und kostenlosen Radtour, die Wolfgang Patzkowsky und Hansetourist an beiden Tagen ab 11 Uhr anbietet.

Der Reiz dieser Aktion liegt vor allem in seinem Abwechslungsreichtum. Für jeden Geschmack ist etwas dabei, und wer die Radtour mitmacht hat dazu noch ein schönes Gemeinschaftserlebnis, das die ganze Familie begeistert.
Die Radtour startet um 11 Uhr am Rathaus in Unna, zum Warmwerden geht es dann gleich ein gutes Stück raus aus der Innenstadt nach Mühlhausen zu Grimhild Marmulla und Norbert Schorsch. Die beiden arbeiten zwar am selben Ort, jedoch auf verschiedene Art und Weise. Grimhild Marmulla widmet sich mit Hilfe der unterschiedlichsten Techniken einer eher abstrakten Kunst.

Seidenmalerei, Porzellanmalerei und Acrylmalerei sind ihre momentan bevorzugten Techniken, ihre Motive findet sie vor allem in der Natur. So wie auch ihr Lebenspartner Norbert Schorsch, der sich in den letzten Jahren als Naturfotograf einen Namen gemacht hat. Beide nutzen den eigenen, inzwischen naturnah gestalteten Garten als Inspirationsquelle - und Ausstellungsfläche. Das macht den großen Garten zu einem Ort, in dem es so manches zu entdecken gibt.

Die Aussagekraft uralter Materialien

Von Mühlhausen aus geht die Tour weiter zu Gisela Lücke nach Massen. Die gebürtige Hamburgerin widmet sich vor allem plastischen Arbeiten aus Ton, Porzellan und Ziegel. Dabei nutzt sie die Aussagekraft dieser uralten Werkstoffe nicht nur für freie künstlerische Arbeiten, sondern auch zur Herstellung hochwertiger Gebrauchskeramik oder exklusiver Unikate für den Innen- und Außenbereich.

Weiter geht es danach wieder Richtung Innenstadt zu Frauke und Dietmar Nowodworski an der Massener Straße. Die beiden Künstler lassen sich nicht auf einen Stil festlegen, begeistern ihr Publikum dafür mit immer neuen Ideen, die auch schon zur Extraschicht 2013, zur Ruhr2010 oder auf der Landesgartenschau Hemer zu sehen waren. Da ihr eigenes Atelier zu klein ist, um einen guten Überblick über ihre Arbeiten zu geben, haben sie zur diesjährigen Sommertour ihre Ausstellung um einen „open space“ im Innenhof des Musikhaus Ebel erweitert.

Erstmals Werke von Vater und Sohn

Der Schlusspunkt der Tour findet in der Galerie Buhre im Nicolaiviertel statt. Hier wird erstmalig eine Gemeinschaftsausstellung mit Werken von Wolfgang (Vater) und Markus Fräger (Sohn) gezeigt. Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag (30. August) um 19.30 Uhr. Der in Bergkamen geborene Wolfgang Fräger starb 1983 im 60. Lebensjahr und hinterließ mehr als 3.000 Werke, die von der Fräger-Stiftung verwaltet werden.

Doch auch das Haus der Galerie Buhre ist einen Besuch wert. 1725 erbaut, beheimatet das Haus seit 1982 eine Kunstgalerie. Hausbesitzer Wolfgang Buhre errichtete hier eine Stiftung, die auch in Zukunft das kulturelle Leben im Nicolaiviertel bereichert.
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