Jahresbilanz der Erstaufnahmeeinrichtung - Viele Asylsuchende aus Syrien

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Die Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) Unna-Massen ist eine von insgesamt acht in Nordrhein-Westfalen. Im Jahr 2016 haben sich dort im Vergleich zum Vorjahr deutlich weniger asylsuchende Menschen registrieren lassen. Das geht aus der Jahresbilanz der EAE hervor.

 
So wurden im vergangenen Jahr in der EAE 8.343 Menschen registriert. Zum Vergleich: Seit die EAE zum 1. Juli 2015 ihren Betrieb aufnahm wurden allein bis zum 31. Dezember 2015 insgesamt 15.970 Personen registriert – also innerhalb eines halben Jahres nahezu doppelt so viele wie im gesamten Jahr 2016.
 
„Die meisten Menschen, die sich im vergangenen Jahr als Asylsuchende registrieren ließen, kamen aus Syrien, Afghanistan, dem Irak sowie den Westbalkan-Staaten Albanien und Serbien in die Erstaufnahmeeinrichtung“, erklärt der zuständige Sachgebietsleiter beim Kreis Unna, Frank Hoose.
 

Registrierung nach der Ankunft in Deutschland

Die Erstaufnahmeeinrichtung in Unna-Massen wird vom Kreis im Auftrag und auf Kosten des Landes betrieben. Hier werden Flüchtlinge unmittelbar nach ihrer Ankunft in Deutschland registriert, gesundheitlich untersucht und geröntgt. Dazu bleiben die Asylsuchenden etwa fünf bis sieben Tage in der Erstaufnahmeeinrichtung, bevor sie anschließend in zentrale Unterbringungseinrichtungen gebracht werden. Anschließend werden sie einer Stadt oder Gemeinde zugewiesen.
 
Im Laufe des vergangenen Jahres hat es bei der Registrierung deutliche Verbesserungen gegeben: „Seit April haben wir die nötige Technik, um die Menschen mit Fingerabdruck und Foto eindeutig zu identifizieren“, unterstreicht Fachbereichsleiter Ferdinand Adam. „Und diese Daten werden mit anderen Behörden abgeglichen.“
 
Neben der Registrierung kümmern sich die Mitarbeiter in der Erstaufnahmeeinrichtung unter anderem auch um die enge Abstimmung mit dem Jugendamt der Stadt Unna zur Feststellung des Alters und Unterbringung unbegleiteter minderjähriger Ausländer und die Aufnahme der Asylsuchenden in das System zur bundesweiten Verteilung nach dem so genannten Königssteiner Schlüssel.
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