Auschwitzgedenkfeier in der Kreisstadt Unna 2017 - Gedenken, mahnen und erinnern

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Alexandra Khariakova die Vorsitzende der der Jüdischen Gemeinde «haKochaw» für den Kreis Unna e.V. und Bürgermeister Werner Kolter am Friedensstein
 
Die Hellweg Realschüler beeindruckten mit einer gefühlvollen Präsentation bei der Auschwitzgedenkfeier in Unna
Unna: Ratssaal und Friedensstein | Freitag, 27. Januar 2017 um 11:00 Uhr

Die Hellweg Realschüler beeindruckten mit ihrer gefühlvollen Präsentation aus Schauspiel und Multimedia

Mit dem in weiten Teilen der Erde bekannten Lied Donaj Donaj, Gesang: Jasmine Leka und Frau Josefs, stimmte die Musikarbeitsgemeinschaft der Hellweg Realschule die zahlreich im Ratssaal versammelten Ratsmitglieder, Bürgerinnen und Bürger auf die Auschwitzgedenkfeier ein.

Der 27. Januar, der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz im Jahr 1945 wurde 1996 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus erklärt. Neun Jahre später erklärten die Vereinten Nationen den 27. Januar zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts.

Wir wollen heute hier in Unna

Gedenken, mahnen und erinnern

und uns das vor Augen führen, was damals passiert ist, so Bürgermeister Werner Kolter bei der Begrüßung. Millionen von Familien und andersdenkende Menschen wurden verfolgt, verhaftet und getötet.
Das darf sich nicht wiederholen.
Es darf kein Ende der Erinnerung geben, auch wenn in Deutschland inzwischen politische Kräfte diese Erinnerungskultur infrage stellen. Wir müssen Zivilcourage zeigen und diesen Entwicklungen fest entgegentreten betonte Werner Kolter.

Es ist Tradition, das diesen Tag die weiterführenden Schulen unserer Stadt gestalten. Mein Dank geht an die Hellweg Realschule, die mit ihrer Arbeitsgemeinschaft „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ unter Leitung von Sabine Terwort und Kollegen diesen Tag vorbereitet hat.

Und gut vorbereitet auf den heutigen Tag haben sich die Schüler schon seit Oktober, sagte die 1. Realschulkonrektorin Sabine Terwort.
Aus den Programmpunkten der beeindruckenden und gefühlvollen Präsentation
» Musik der Arbeitsgemeinschaft - Tsen Brider Gesang: Jasmin Leka, Frau Josefs
» Video - Begrüßung „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ durch Carlos Badur, Schülersprecher
» Antijüdische Gesetze und Verordnungen - Schülervorträge
» Video - Transporte nach Auschwitz - Thema aus Schindlers Liste. Am Piano begleitet von Chantal Nachtigall
» Ein Schülervortrag von Mateo Anhold
» Ein Überlebender aus Warschau nach Arnold Schönberg - Eine Lesung mit Luca Badur, Niklas Schilli, Tobias Dearoski
» Musik der Arbeitsgemeinschaft - Sch´ma Israel und Bilder Unnaer Juden in einer Übersetzung von Nicole Gross
» Ein Schülervortrag von Paulina Budde
» Ein Gedicht - Dennoch Rosen der Lyrikerin Rose Ausländer wurde von Leonie Obstfeld vorgetragen.
» Musik der Arbeitsgemeinschaft - Das Friedenslied Lomir sich iberbetn - Gesang: Jasmine Leka und Frau Josefs
» Ein weiterer Schülervortrag von Paulina Budde
» Mit dem Spring Waltz von Chopin und Sophie Friesen am Piano endete die Auschwitzgedenkfeier im Ratssaal.

Am Ausgang gab es von den Schülern Rosen für die Besucher mit der Bitte, diese nach der offiziellen Kranzniederlegung am Friedensstein, dort niederzulegen. An jeder Rose hing ein Schild mit dem Namen eines jüdischen Mitbürgers aus Unna und - sofern bekannt - dem Ort, an dem er während des NS-Regimes verschwand.

Vielen Dank
dass Sie so zahlreich zu der heutigen Auschwitzgedenkfeier gekommen sind, sagte Bürgermeister Werner Kolter, nachdem er gemeinsam mit der Vorsitzenden der
der Jüdischen Gemeinde «haKochaw» für den Kreis Unna e.V. Alexandra Khariakova den Kranz am Eingang des Rathauses am Friedensstein niedergelegt hatte.

Zum Abschluss
Die Besucher dieser Gedenkfeier waren, soweit ich danach gefragt habe, von der Auswahl der Beiträge sehr beeindruckt und nachdenklich ging es wieder heimwärts.

Fotos © Jürgen Thoms
28.01.17 17:30:16
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1 Kommentar
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Manuela Burbach-Lips aus Dortmund-City | 29.01.2017 | 10:57  
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