Stadtbetriebe müssen Sparkurs fahren

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Wie in den letzten Tagen der örtlichen Presse zu entnehmen war, haben die Stadtbetriebe momentan wieder viel zu tun. Durch das warme Wetter wuchert das Grün an allen Ecken und Enden. Für den Rückschnitt auf öffentlichen Flächen sind die Stadtbetriebe zuständig, die momentan kaum hinterher kommen.

Leider fällt die Arbeit der Stadtbetriebe nur dann dem Bürger auf, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Die meiste Arbeit leisten die Mitarbeiter still und leise im Hintergrund. Im Februar hatten die Piraten die Gelegenheit, sich genauer über die Arbeit und den Arbeitsaufwand zu informieren. Hier wurde deutlich dargestellt, dass die Stadtbetriebe seit Jahren zu einem strikten Sparkurs verpflichtet sind. Der Verlustausgleich muss bis nächstes Jahr auf Null zurückgefahren werden. Das heißt, dass die Stadtbetriebe kostendeckend arbeiten müssen. Gespart wird, wie so häufig, am Personal. Die Personaldecke ist dünn und "auf Kante genäht". Sollten Mitarbeiter ausfallen, z.B. krankheitsbedingt, muss auf externe Mitarbeiter, also Leiharbeiter zurückgegriffen werden. Viele Tätigkeiten können auch einfach nciht mehr in dem Umfang durchgeführt werden, wie es der Bürger gerne hätte. Daher möchte ich hier auch für etwas Verständnis werben.

Auf der anderen Seite sind das Beschlüsse, die der Betriebsausschuss bzw der Rat getätigt haben. Sicher, die Stadt muss sparen, aber ob der Rotstift hier derart strikt angesetzt werden sollte, ist für mich äußerst fraglich. Auf der anderen Seite genehmigt die Stadt dem Stadtmarketing einen jährlichen Verlustausgleich von über 500.000 Euro und dieser soll ab nächstem Jahr sogar auf über 600.000 herauf gesetzt werden. Hier zeigt sich wieder einmal die grundlegende Richtung der Politik in Unna. Leuchtturmprojekte und Events werden als lebensnotwendig für die Attraktivität der Stadt dargestellt und gepusht. Hier kann man sich als Rat ein glänzendes Denkmal setzen. Notwendige Ausgaben werden auf das absolut Notwendige heruntergekürzt. Damit ist ja auch kein Blumentopf zu gewinnen. Und die Unzufriedenheit der Bürger wird dann auf die Stadtbetriebe abgewälzt.
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