Baumarkt Max Bahr in Unna: Zukunft ungewiss - Abverkauf ab nächster Woche

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Die Zukunft des Bahr-Marktes in Unna ist weiter mehr als ungewiss. Da "leerverkauft" die Verkaufschancen höher sind, beginnt vermutlich in der kommenden Woche der Abverkauf in Unna. (Foto: Max Bahr)
Unna: Max Bahr |

Am 26. Juli 2013 hat die Geschäftsführung von Max Bahr Insolvenzantrag für die Baumarkt Max Bahr GmbH & Co. KG mit den 78 Max-Bahr-Bestandsmärkten und etwa 3.600 Beschäftigten gestellt. Ebenfalls am 26. Juli wurde auch Insolvenzantrag für die Baumarkt MB Vertriebs GmbH gestellt. In dieser Gesellschaft sind die 54 Filialen mit etwa 2.800 Beschäftigten eingegliedert, die seit September 2012 von Praktiker auf Max-Bahr-Baumärkte umgeflaggt wurden - so wie der Max Bahr-Markt in Unna nahe Zurbrüggen.

Bis jetzt gibt es keinen abschließend verhandelten Vertrag mit einem potenziellen Investor, der umgeflaggte Max Bahr- sowie Praktiker-Standorte übernehmen möchte, um sie gemeinsam mit den Bestandsmärkten unter Max Bahr fortzuführen.

Der Insolvenzverwalter der umgeflaggen Bahr-Märkte hat deshalb nun entschieden, die Verhandlungen auch mit den Interessenten zu intensivieren, die nur einzelne oder mehrere, allerdings leerverkaufte Märkte, übernehmen wollen. Diese Interessenten wollen die Märkte im Falle der Übernahme unter ihrer eigenen Marke fortführen. Ein Interesse an der Ware von Max Bahr besteht daher dann nicht.

Deshalb beginnt kurzfristig an allen Standorten der umgeflaggten Max Bahr Märkte der Leerverkauf - mit täglich wechselnden Angeboten. Der genaue Starttermin für den Abverkauf wird lokal bekannt gegeben.

„Auch wenn es noch möglich ist, dass umgeflaggte und einzelne Praktiker Märkte für eine eventuell zustande kommende größere Lösung unter Max Bahr von einem Investor übernommen werden können, sind die Weichen jetzt in diese alternative Richtung zu stellen, um die Chancen auf eine bestmögliche Lösung für Gläubiger, Vertragspartner aber auch die Beschäftigten aufrecht zu
erhalten“, erläutert Rechtsanwalt Christopher Seagon, Insolvenzverwalter auch für die umgeflaggen Bahr-Märkte.

Aus dem Schneider sind wohl die "echten" Max-Bahr-Märkte, die Verhandlungen zur Rettung des Unternehmens befinden sich mittlerweile auf der Zielgerade. Bis Ende Oktober soll eine endgültige Entscheidung getroffen sein. Dr. Jens-Sören Schröder, Insolvenzverwalter der 78 Bestandsmärkte von Max Bahr, teilte heute mit, dass der Gläubigerausschuss beschlossen hat, die Schlussverhandlungen mit dem Bieterkonsortium um Hellweg zu führen.
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