Velberter plant seine zweite Hilfsreise nach Haiti

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Drei Jahre ist es inzwischen her, dass in Haiti die Erde gebebt hat. Danach war nichts mehr, wie es war. Durch Zufall wurde Christian Reith auf die großen Probleme, die auch heute noch mehr oder weniger unverändert auf der Insel herrschen, aufmerksam.

Während seiner zweiten Berufsausbildung - seinen ersten Beruf als Kfz-Mechatroniker musste er aus gesundheitlichen Gründen aufgeben - lernte der Nevigeser Ulrich Trimpe kennen. Schnell war klar: Beide Männer verbindet das Bedürfnis helfen zu wollen. Selbst schon seit Jahren ehrenamtlich beim CVJM der Evangelischen Kirchengemeinde in Neviges engagiert, ließ sich Reith daher schnell von verschiedenen Hilfsprojekten auf Haiti überzeugen.
„Helfen können, genau da, wo man gebraucht wird, das hat mich sofort überzeugt“, so Reith. Und Ulrich Trimpe wusste, wovon er sprach, war er doch bereits vor Ort gewesen und hatte sich persönlich ein Bild von der Situation der Menschen im Katastrophengebiet gemacht. Einige Projekte hatte er schon angestoßen und war mit dem Versprechen abgereist: „Ich komme wieder und helfe.“ Die beiden Männer sammelten mit Hilfe des CVJM Neviges Kleider und Spendengelder, bestiegen auf eigene Kosten einen Flieger und setzten ihr Vorhaben in die Tat um.
„Was einen dort erwartet, kann man sich kaum vorstellen. Es hat sich seit dem Beben fast nichts verändert. Selbst der Präsidentenpalast ist noch zerstört, von der benachbarten Kathedrale stehen nur noch die Außenmauern“, so Reith. „Je weiter man sich von der Stadt Port-au-Prince wegbewegt, desto schlimmer wird es. Die Infrastruktur existiert kaum noch.“ Besonders die extremen gesellschaftlichen Unterschiede im Land haben den jungen Mann, der gerade am Ruhr-Kolleg in Essen sein Abitur macht, um danach ein Studium absolvieren zu können, beeindruckt. Auf der einen Seite Reichtum, prunkvolle Häuser mit teilweise über 13 Schlafzimmern, auf der anderen Seite bittere Armut, Hunger und kein Dach über dem Kopf.
Rund 5.000 Euro Spendengelder hatten die beiden Männer mit im Gepäck. Geld, das da angekommen ist, wo man es benötigt. Zum Beispiel in einem Kinderheim auf der Insel Ile-à-Vache oder bei einer alten Dame, der die Beiden halfen, ihr Dach neu zu decken und dafür sorgten, dass ihr Haus einen Stromanschluss erhielt.
Besonders gern erinnert sich Christian Reith an das organisierte Fußballturnier für Kinder und Jugendliche. „Wir haben den Müll aus dem kleinen Stadion geräumt und mit den Kindern eine gute Zeit gehabt. So kommt man nah an die Menschen ran. Macht Dinge vor und hofft, sie zum Umdenken zu bewegen“, so Reith, denn eins sei klar, neben dem großen Müllproblem, der Armut und der schlechten Krankenversorgung habe Haiti noch ein großes Problem: Ohne Anleitung und Struktur geschehe nicht viel auf Haiti, so sei die Mentalität der Menschen dort.
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