Einer der beiden kreativen Köpfe hinter "Unknown Brain" ist ein Heiligenhauser

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  Er lässt einen Stift fallen, nimmt das Geräusch auf und baut das als "Kick" in seinen Song ein. Ähnliches macht er auch mit anderen Geräuschen. Zusammengemischt, verzerrt oder verstärkt ergibt das mit zusätzlich eingespielter Musik einer E-Gitarre einen harmonischen Klang. - Das klingt schon ein bisschen verrückt, ist aber einfach nur eine moderne Art, um Musik zu machen.

Ohne Kreativität, ein gutes Gehör sowie auch viel Arbeit geht das natürlich nicht, außerdem muss man die entsprechende Technik beherrschen können. Ein Proberaum mit verschiedenen Instrumenten ist nicht nötig; ein Computer, gute Boxen, ein Mikrofon, Kopfhörer - das ist wichtig. "Ich habe ein spezielles Programm auf meinem PC, mit dem ich diese elektronische Musik machen kann", erklärt der junge Heiligenhauser, für den dieses Hobby inzwischen zu einer lukrativen Einnahmequelle geworden ist. Denn seine Songs kommen im Netz und auf verschiedenen Musik-Plattformen gut an. Je mehr Leuten ihn online abonnieren beziehungsweise je mehr Interessierte seine Songs online abspielen, umso mehr verdient er daran, so ist es mit dem Label "NoCopyrightSounds", bei dem er unter Vertrag ist, vereinbart.

Identität bleibt geheim

Der Öffentlichkeit verraten, wer er ist, möchte er nicht. "Das brauchen die Leute ja auch nicht wissen, um meine Musik gut zu finden", sagt er. "Außerdem macht das doch so alles ein wenig interessanter." Eigentlich nur seine Familie und seine engsten Freunde sind eingeweiht.
"Früher, als ich mit der elektronischen Musik angefangen habe, habe ich viele meiner Lieder vor anderen abgespielt und war stolz." Da sei er circa elf gewesen. Wenn er heute hört, was er damals zusammengemischt hat, schämt er sich ein wenig. "Das war wirklich schlecht, ich habe inzwischen einiges dazugelernt." Kein Wunder, bis zu sieben oder acht Stunden verbringt er manchmal mit verschiedenen Tonspuren und Geräuschen. "Ich probiere aus, was zueinander passt, einiges wird lauter eingespielt, anderes leiser - so vergeht die Zeit manchmal ganz schnell."

Gemeinsam mit einem weiteren jungen Musiker hat er nun unter dem Alias "Unknown Brain" ein neues Lied mit dem Titel "Superhero" bei seinem Musiklabel "NoCopyrightSounds" veröffentlicht. Neben dem elektronischen Sound ist auch die Stimme des Sängers Chris Linton zu hören. "Nur eine Woche nach der Veröffentlichung wurde es über eine Millionen Mal auf dem Video-Kanal ,YouTube' aufgerufen", freut sich der talentierte Heiligenhauser. "Zudem ist es schon in den ,Germany Viral Top 50 Charts' bei Spotify und auf Platz 45 in den ,Soundcloud New & Hot Charts'." Und auch die Resonanz anderer Musiker sei bisher sehr gut.

"Wir arbeiten bereits an weiteren Songs, außerdem hat auch noch jeder seine eigenen Projekte." Kennengelernt hat er Sänger Chris Linton, der aus London kommt, sowie seinen Musikpartner von "Unknown Brain", der in Bayern lebt und studiert, übers Internet. "Durch das gemeinsame Interesse ist eine Freundschaft entstanden und schließlich haben wir das gemeinsame Musikprojekt gestartet." Der Name hänge zum einen damit zusammen, dass sie ihre Identität nicht Preis geben möchten ("Unknown") und zum anderen stehe das "Brain" für die Kreativität, die sie einfließen lassen.

Seinen Lebensunterhalt mit der Musik verdienen, das ist sein Ziel. "Auch was die Vermarktung und alles weitere, was dazu gehört, betrifft, lerne ich immer mehr dazu." Unterstützt wird er dabei auch von seiner Mutter und seinem Vater. "Als meine Mutter mir mit neun Jahren eine E-Gitarre schenkte, ahnte sie nicht, was sie damit auslöste", erinnert er sich. "Ich nahm Unterricht und spielte auch in einer Band. Dann stellte ich mir die Frage, wie bekannte DJs eigentlich ihre Musik machen. Also recherchierte ich im Internet, probierte Testversionen verschiedener Schnittprogramme aus, ließ mir wiederum von meiner Mutter das nötige Equipment schenken und bin seither mit großer Begeisterung dabei."

Viele Alltags-Geräusche erregen seine Aufmerksamkeit und werden für Songs verarbeitet. Das könne eine knallende Tür sein, ein scheppernder Topf auf dem Herd oder aber auch das Störgeräusch, das ein Handy auslöst, wenn es zu nah an den Fernseher gehalten wird. Wer wissen möchte, was der junge Heiligenhauser genau daraus schafft, kann sich den aktuellen Song "Superhero" im Internet anhören: https://www.youtube.com/watch?v=LHvYrn3FAgI.
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