Eintauchen in die Welt von da Vinci - Ausstellung im Schlossmuseum zeigt Werke des genialen Erfinders

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Die funktionstüchtigen Modelle der Maschinen, die Leonardo da Vinci erfand, begeistern nicht nur die Kinder. Foto: Bangert

Mit einem der größten Universalgenies aller Zeiten beschäftigt sich bis zum 29. September das Deutsche Schloss- und Beschlägemuseum.

„Tun Sie was, spielen Sie“, forderte bei der Eröffnung der Ausstellung Professor Dr. Horst Langer von der Fachhochschule Bielefeld die Besucher auf.
„Leonardo da Vinci war im hohen Alter noch stolz darauf, dass er sich seinen kindlichen Spieltrieb erhalten hat“, weiß der Professor für Ingenieurswissenschaften, der sich mit seinen Studenten intensiv mit dem Genie der Renaissance beschäftigt hat. So stehen im Mittelpunkt der Ausstellungen „Bewegende Erfindungen“ jene Maschinen, die da Vinci erdacht hat.

„Die meisten Menschen denken bei Leonardo da Vinci sofort an Bilder, dabei hat er nur 17 oder 18 gemalt. Und da er diese meist zu spät ablieferte, verweigerten die Auftraggeber die Zahlung. Geld verdiente man damals schon mit der Kriegstechnik, ganz brutale Angriffswaffen waren gefragt. Wie eine Sensenmaschine, die den feindlichen Pferden und den Soldaten der Feinde die Beine abschlug.“
Auch den Taucheranzug erfand Leonardo da Vinci, um sich damit nachts unbemerkt an feindliche Schiffe heranzuwagen, um diese anzubohren und sie so am Auslaufen zu hindern.“

Professor Langer verweist darauf, dass da Vinci vieles nicht umgesetzt hat, weil andere Menschen sonst gestorben wären. „Da kam in da Vinci der Humanist raus, wenn der Mensch im Mittelpunkt stand“, so Langer, der feststellt, dass es für das Genie den Begriff „alternativlos“ nicht gab: „Für da Vinci gab es immer eine Alternative.“
Der Bielefelder Hochschullehrer hat zusammen mit seinen Studenten zahlreiche Maschinen nach Leonardo da Vincis Zeichnungen in Modellen nachgebaut. Neben mehrfach feuernden Kanonen sind Fluggeräte, Kräne und Schöpfmaschinen zu sehen.
Die Besucher werden aufgefordert, an den Kurbeln zu drehen oder die Fußpumpen zu treten, um zu erleben, wie diese genialen Erfindungen funktionieren. „Da Vinci war seiner Zeit weit voraus, er war ein Mensch unserer Zeit“, stellt Professor Langer fest und fordert auf, in die Welt Leonardos einzutauchen.

Dazu haben Museumschef Dr. Ulrich Morgenroth und sein Team weitere Veranstaltungen geplant, unter anderem eine Erfinderwerkstatt für Kinder, die im Rahmen des Ferienspaßes stattfindet.
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