Hundebesitzerinnen sammeln Hunde-Haufen in Langenberg ein

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Diese Hundebesitzerinnen sammelten freiwillig Hundekot in Langenberg ein.
Ein kleines Grüppchen Frauen zog am Montag durch Langenberg. Ihre Mission: den Stadtteil vom Hundekot zu befreien.

„Wir beginnen an der Promenade unterhalb des Bürgerhauses. Da ist es besonders schlimm.“ Jennifer Jäckel kennt sich als Betreiberin einer Hundeschule nicht nur mit den Tieren, sondern auch mit ihren Hinterlassenschaften bestens aus. Jetzt wollte sie als Hundeliebhaberin ein Zeichen setzen und mobilisierte Gleichgesinnte zu einer Reinigungsaktion. Fünf Frauen kamen zusammen, um unter dem Motto „Wir machen den Dreck weg“ mit gutem Beispiel voranzugehen.
„Es gibt immer mehr Hundehasser, die Giftköder auslegen. Aktuell ist das in Neviges, Wülfrath und Mettmann ein Thema. Ich denke, das hängt viel mit herumliegendem Hundekot zusammen und deshalb kam ich auf die Idee der Reinigungsaktion“, sagt Jäckel.
Und so nahmen sich die Hundebesitzerinnen die Straßenzüge in Langenberg vor, die als Hundetoilette bekannt sind: Angefangen an der Promenade, ging es über die Kamper Straße zur Voßkuhlstraße und anschließend zum Pferdemarkt. 120 Kilogramm Kot lagen am Ende der dreistündigen Aktion in den Mülltonnen, die die Technischen Betriebe zur Verfügung gestellt hatten.
„Das ist eine echte Scheiß-Aufgabe“, unkten die Frauen, behielten aber trotz jeder Menge Haufen ihre gute Laune. Dankbar waren sie für die Spende so genannter Mistboys durch den Raiffeisenmarkt, das sind große Schaufeln, mit denen der Kot problemlos eingesammelt werden kann.

Aktion soll regelmäßig wiederholt werden


„Zwei Hundehalter sammeln die Hinterlassenschaften ein, acht nicht“, ist Gudrun Hoffmann überzeugt. Sie selbst hat schon oft die Erfahrung gemacht, als Hundebesitzerin angefeindet zu werden. „Ich versuche dann immer in den Dialog zu kommen“, berichtet die Langenbergerin und streichelt ihrem Alf liebevoll über den Kopf.
Susanne Ruoff ist überrascht, wo die Leute überall ihren Unrat hinterlassen. „Es ist doch unsere Stadt...“, sagt sie. Für Jäckel steht fest: Sie will die Reinigungsaktionen ab jetzt regelmäßig durchführen, „wahrscheinlich zweimal pro Jahr und abwechselnd in Langenberg, Neviges und Velbert-Mitte“. Denn statt nur zu meckern, würden so sichtbare Ergebnisse erzeugt, die das Miteinander fördern.

Wer Interesse hat, sich an den Aktionen zu beteiligen, kann sich per Mail an info@fellwechsel.de wenden.
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