„Man kennt die Leute“

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Joachim Nissen (Dritter von links) mit seinen fünf Auszubildenden Dominik Nimz (von links), Sezgin Akyol, Natascha Close, Sara Pientka und Jowita Julianowski.
 
Jowita Julianowski schließt voraussichtlich in diesem Jahr ihre Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau mit dem Schwerpunkt Fleisch/Wurst bei Edeka Nissen ab.
Fünf junge Velberter absolvieren zurzeit die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann bei Edeka Nissen in Birth. Betreiber Joachim Nissen legt viel Wert auf den frischen Wind, den die Azubis mitbringen.

„Die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann ist gestaffelt: In den ersten zwei Lehrjahren wird die Ausbildung zum Verkäufer abgeschlossen, das dritte Jahr wird dann noch angehängt und schließt dann mit dem Einzelhandelskaufmann ab“, erklärt Joachim Nissen, Betreiber von Edeka Nissen an der Röntgenstraße in Birth.
Auch er startete mit einer Ausbildung bei Edeka. „Mein Vater war damals selbstständiger Einzelhändler und betrieb den Edeka Markt in Nierenhof. Er hatte damals immer Mitarbeiter, die in seinem Alter waren“, erzählt Nissen. „Ich mache das anders und bin froh über den jungen Wind, den die Praktikanten und Auszubildenden einbringen, da so nicht nur der Markt selbst, sondern auch die Kunden und das Sortiment jung gehalten werden“, so Nissen.
Viele Wechsel im Personal gebe es nicht, nur die Azubis und Praktikanten werden regelmäßig abgelöst. „Ich habe aber nie viele Praktikanten, da ich den Spaß am Job vermitteln möchte und nur Praktikanten einstelle, wenn ich auch Arbeit für sie habe. Ich will sie nicht alle zwei Tage die Regale auswischen lassen“, betont Nissen.

Vom angenehmen Arbeitsklima berichtet die 22-jährige Jowita Julianowski, die sich im dritten Jahr ihrer Ausbildung befindet. „Ich habe schon vor meiner Ausbildung als Aushilfe hier gearbeitet und wusste, dass ich hier in einem netten Team die Ausbildung machen kann. Ich bin sehr glücklich mit den vielen Möglichkeiten, die mir hier geboten werden.“
Joachim Nissen hatte ihr den Schwerpunkt Fleisch/Wurst für die Ausbildung empfohlen, da ihr dieser Aufgabenbereich während ihrer Zeit als Aushilfe bei Edeka Nissen bereits gut gefallen hat. „Außerdem ist es eine sehr gute Möglichkeit, sich zu spezialisieren. Das vereinfacht den Einstieg in andere Unternehmen oder qualifiziert, um nach der Ausbildung eine leitende Position in dieser Abteilung übernehmen zu können“, sagt Nissen.

Das Ziel: Ein Studium nach der Ausbildung

Auch Sara Pientka hatte bereits bei Nissen gejobbt. Nach ihrem Abitur hat sie nur einen Studienplatz mit mehreren Wartesemestern bekommen. „Ich wollte nicht so viel Leerlauf haben und bin froh, dass ich die Ausbildung bei Edeka Nissen anfangen konnte. Mir gefällt die tolle Atmosphäre und es macht Spaß, die Kunden zu beraten“, sagt die 21-Jährige. Nach der Ausbildung plane sie, sich an der Abendschule zur Betriebswirtin weiterzubilden.
Seit neun Jahren bildet Joachim Nissen in seinem Markt aus. Sein erster Azubi war in einer ähnlichen Situation wie Sara Pientka. „Ich habe damals schon viel mit Schülern gearbeitet und einer bekam nach dem Abitur keine Stelle. Da habe ich ihm angeboten, die Ausbildung bei mir zu machen, damit er etwas in der Tasche hat.“

Sezgin Akyol ist auch über seinen Nebenjob zu der Ausbildung gekommen. Zwar hatte er sich nach seinem Fachabitur auch noch anderweitig beworben, jedoch ist er besonders froh, nun bei Edeka Nissen sein zu können. „Ich wohne direkt hier in Birth und kenne das Team und viele Stammkunden schon lange. Da macht die Arbeit direkt viel mehr Spaß“, sagt Akyol.
„Mich interessiert, was in der Gegend passiert. Von dieser tollen Vernetzung zwischen dem Einzelhandel, der Wohnungsbaugesellschaft, dem SKFM und vielem mehr lebt der Stadtteil. Da haben alle etwas von und deshalb ist mir Engagement auch wichtig“, sagt Nissen. Auch die Azubis beteiligen sich: Jowita Julianowski und Sara Pientka waren schon als Maskottchen Bilo und Lobi auf dem Stadtteilfest unterwegs. „Es hat Spaß gemacht, Teil dieses Fests zu sein“, so Pientka.

Auch in diesem Jahr werden viele Velberter und Heiligenhauser die Schule abschließen und sich fragen, was aus ihnen wird. Das Beispiel des Ausbildungsbetriebs Edeka Nissen zeigt, dass man für einen guten Job nicht gleich weit weg muss, sondern auch um die Ecke spannende Aufgaben warten.
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