Weniger PS, aber doppelt so groß

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Der größte Shire Horse Hengst Deutschlands gehört einem Heiligenhauser: Jörg Wackermann ist von den sanften Riesen begeistert. Und das erst zweijährige Tier räumt Preis um Preis ab. „Cumeragh House Masterpiece ist ein echtes Goldstück im Stall“, sagen Wackermann und Trainerin Martina Vieten-Keller.
Der Shire Horse Hengst Cumeragh House Masterpiece ist das größte Shire Horse in Deutschland und sammelt einen Preis nach dem anderen ein.

Vor knapp neun Jahren fing alles an: „Auf einer Pferdemesse habe ich den Shire Horse Hengst eines Freundes gesehen und war sofort begeistert von der Rasse“, erzählt Jörg Wackermann. Nach nur einem Jahr stand dann auch sein eigenes Shire Horse im Stall: Der Wallach Caemawr Ben, der mit seinen mittlerweile zehn Jahren und 1,83 Meter Stockmaß schon Bundessieger war und viele andere Preise abgesahnt hat.
Doch das Highlight in Wackermanns Stall ist der zweijährige Hengst Cumeragh House Masterpiece. Er ist mit einem Stockmaß von 1,85 Meter der größte Shire Horse Hengst in Deutschland und Holland. Somit erhielt er schon außerordentliche Auszeichnungen für sein Alter, unter anderem beim National Holland, der Eichsfelder Shire Horse Show in Niedersachsen und bei der Bundeszuchtschau. Zurzeit ist er zudem Reserve Champion in der „All over Class“ seiner Altersklasse, in der aus allen Siegern eines Wettbewerbs nocheinmal die besten gekürt werden.
Und es sieht noch vielversprechend aus, denn Shire Horses sind ungefähr mit acht Jahren erst komplett ausgewachsen. „Da diese Pferde einen so robusten Knochen-, Bänder- und Sehnenaufbau haben, dauert die Entwicklung einfach länger als bei den kleineren Warmblütern“, weiß Wackermanns Assistentin Martina Vieten-Keller.
Fast eine Tonne bringt ein Shire Horse auf die Waage. Wegen ihres Gewichts und der Körpergröße wurden die Pferde früher im Krieg und in der Landwirtschaft in England eingesetzt. Heutzutage gelten die Pferde als „gentle giants“ (sanfte Riesen) und werden überwiegend in Zuchtshows und im Fahrsport eingesetzt.
„Bei den Shows werden die Pferde englisch eingeflochten und den eingeflogenen Richtern aus England präsentiert“, so Wackermann. „Für den Laien sind die Bänder und Schleifen nur Schmuck, aber für die Richter wird die Bewertung erleichtert, da auf der einen Seite Makel nicht so leicht versteckt werden können und auf der anderen Seite die besten Eigenschaften des Pferdes hervorgehoben werden können.“ Die Bewertung richtet sich nach Merkmalen wie dem Körperbau, der Farbe oder der Fesselung. Mit Letzerem sind die weißen Behänge an den Hufen gemeint, die gleichmäßig bis zum Knie reichen sollen.
Ein weiteres Shire Horse solle in nächster Zeit nicht angeschafft werden, so Jörg Wackermann und Martine Vieten-Keller, denn sie hätten ein Goldstück im Stall, das noch längst nicht alle verdienten Schleifen erhalten habe.
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