Ganz nah dran - Flatternde Begeisterung

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Wüstenhabicht "Baba Jaga" (russisches Wort für "Hexe").
Velbert: Jugendherberge Velbert | Schnee-Eulen, Wüstenhabichte, Falken und andere Greifvögel bieten einen spektakulären Anblick, wenn sie ihre Flügel weit ausbreiten und elegant durch die Lüfte gleiten. Was viele Kinder sonst nur aus dem Fernsehen oder aus dem Zoo kennen, wurde zum Themen-Schwerpunkt im Seminar des Falkners und Waldpädagogen Frithjof Schnurbusch.
Elf Jungen und Mädchen im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren wurden an fünf Thementagen die besonderen Charaktereigenschaften der unterschiedlichen Vögel erläutert und veranschaulicht. „Wie leben die Tiere? Was fressen sie? Wovor müssen sie sich fürchten? Und wie sieht eine artgerechte Haltung aus? All diesen Fragen sind wir auf den Grund gegangen“, sagt der Falkner, der bereits seit sieben Jahren Seminare mit Kindern und Erwachsenen durchführt.

Greif- oder Bisstäter?


Und so lernten die Kinder aus Velbert und Umgebung, wie ein Falkner einen Vogel „abträgt“ und eine Beziehung zu ihm aufbaut. „Wenn sich der Habicht schüttelt, ist das ein Zeichen dafür, dass er sich entspannt“, weiß der achtjährige Keanu nun. Und auch der Unterschied zwischen einem Greiftäter und einem Bisstäter ist ihm jetzt bewusst. „Der eine ergreift seine Beute mit den Krallen, der andere beißt mit seinem Schnabel zu.“
Henri hat gelernt, dass Falken relativ stressanfällig sind, daher werden ihnen häufig Kappen aufgesetzt, so dass sie nicht mitbekommen, wenn es um sie herum hektisch wird. „Wir durften auch selber einen Falkner-Handschuh anziehen und die großen Vögel halten“, berichtet er stolz.
Zu den Höhepunkten zählten natürlich die Flüge der Tiere, besonders beeindruckt zeigten sich die Kinder von der Eule mit einer Spannweite von über 1,50 Metern. „Mir ist es wichtig, dass meine Teilnehmer nicht nur die Greifvögel an sich bessser kennenlernen, sondern das ganze Ökosystem, in dem sie sich bewegen, verstehen“, so Schnurbusch. Daher standen zusätzlich auch Ausflüge in den Wald, Bogenschießen und das Jagdhund-Training auf dem Programm. „Alle Bestandteile der Falknerei werden beleuchtet.“ Auch Fragen zu Singvögeln, Pilzen und Kräutern wurden beantwortet.

Zum Abschluss des Seminares stand eine Prüfung an, die neben einem theoretischen Teil auch eine praktische Aufgabe beinhaltete. „Und natürlich gibt es auch eine Urkunde über die erfolgreiche Teilnahme“, so der 36-jährige Falkner, der sich über das große Interesse und den Wissensdurst der Jungen und Mädchen freute. Frithjof Schnurbusch bietet in den kommenden Osterferien übrigens ein weiteres Seminar dieser Art in Velbert an. Interessierte können sich bereits jetzt unter schnurbusch@wald-paedagogik.de oder unter Tel. 0152/21519371 informieren.
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