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Rudern ist für Laura Kampmann weitaus mehr als ein Hobby. So konnte sich die 17-Jährige durch ihre Erfolge in der Wassersportart bereits für die Nationalmannschaft qualifizieren. Und auch von der Stadt Velbert wurde sie bereits gekürt und zwar zur Sportlerin des Jahres 2013.
 
Laura Kampmann (rechts) ist es besonders wichtig, viel Spaß mit den Team- und Vereinskollegen zu haben.
Laura Kampmann aus Langenberg hat ein Ziel vor Augen: Als Ruderin möchte sie bei der Weltmeisterschaft 2016 in Rio de Janero an den Start gehen. Und die Chancen, dass sie das schafft, stehen auch gar nicht so schlecht: Seit die heute 17-Jährige mit neun Jahren ihre Leidenschaft für den Wassersport entdeckte, feierte sie bereits viele Erfolge.
Ob im Kinderbereich oder in der Jugend, ob im Einer, Doppel oder Vierer - viele Pokale und Medaillen zeugen von ihrem Talent. Das kommt aber nicht von ungefähr: „Ich trainiere teilweise bis zu acht Mal wöchentlich bei meinem Heimatverein TV Kupferdreh“, so die Schülerin. Fast jede freie Minute verbringt die Langenbergerin, die das zwölfte Schuljahr besucht und im nächsten Jahr ihr Abitur mit gleichzeitiger Ausbildung zur Erzieherin abschließt, somit im oder am Wasser. „Nur wer diesen Sport leidenschaftlich betreibt, hält solch ein Pensum aus“, ist ihr klar.
Natürlich würde es ihr auch manchmal schwer fallen, Schulfreunden abzusagen oder andere Veranstaltungen zu verpassen. „Solange ich aber noch so viel Spaß am Rudern habe, mache ich weiter.“ Außerdem habe sie auch gute Freunde im Verein. „Das ist mir auch besonders wichtig. Mein Trainer sagt immer: ,Wenn zwischen Teamkollegen die Sympathie nicht stimmt, wird das Boot auch nicht schnell.‘“
Von der Stadt Velbert wurde Laura Kampmann zur Sportlerin des Jahres 2013 gekürt. Doch in den vergangenen Monaten gab es auch weniger schöne Momente für die Nachwuchsruderin: Gerade erst freute sie sich über die Nominierung zur Juniorenweltmeisterschaft und die Qualifikation für die Nationalmannschaft, da zerstörte das Sturmtief Ela an Pfingsten ihr Boot. „Das war ein Schock“, so Kampmann. Zwischen 10.000 bis 15.000 Euro koste ein Boot, Geld, das man nicht so eben auftreibt. „Ich bin daher auch nach wie vor auf der Suche nach Sponsoren.“
Kurz darauf folgte der nächste Rückschlag: Bei einem Trainingswochenende in Berlin entzündete sich ein Insektenstich am Unterarm der Langenbergerin. „Ich musste deswegen gleich mehrere Tage pausieren. Das hatte leider zur Folge, dass ich beim Training mit der Nationalmannschaft in einen Rückstand geriet und somit nicht im deutschen Juniorinnen-Doppelvierer mit eingreifen konnte, sondern zur Ersatzfrau wurde.“
Davon unterkriegen lässt sie sich nicht: Ob Etappentraining und lange Ausfahrten im Wasser, notwendige Kräftigungsübungen am Stützpunkt in Essen, Laufeinheiten für eine bessere Ausdauer oder eben die wichtigen Ranglisten-Wettkämpfe - mit viel Ehrgeiz arbeitet Laura Kampmann auf ihren großen Wunsch hin. „Ich möchte unbedingt mit der deutschen Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft in Rio de Janero teilnehmen.“

Hintergrundinformationen:
-Rudern ist eine Ganzkörpersportart, in der es verschiedene Gewichtsklassen gibt (Laura Kampmann startet im Schwergewicht)
-Skullrudern: Rudern mit zwei Ruder in den Händen
-Riemenrudern: Rudern mit einem Ruder in den Händen
-Die Wettkampfstrecke für Sprints beträgt 2.000 Meter, es gibt aber auch Wettkämpfe über Langstrecken
-„Ich habe einen Krebs gefangen“ bedeutet, dass ein Skull (Ruder) im Wasser gelandet ist
-Schlagzahl: Anzahl der Schläge pro Minute für eine bestimmte Strecke
-Kentern: Umkippen eines Bootes
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